FSV Wacker 03 Gotha e. V.

1.Mannschaft : Spielbericht Landesklasse St. 3, 16.ST

FSV Wacker 03 Gotha   SG SV Borsch 1925
FSV Wacker 03 Gotha 1 : 2 SG SV Borsch 1925
(1 : 1)
1.Mannschaft   ::   Landesklasse St. 3   ::   16.ST   ::   29.02.2020 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Franz Fiedler

Assists

Florian Serick

Gelbe Karten

Franz Fiedler, Robin Weida, Tim Bernecker

Zuschauer

98

Torfolge

1:0 (26.min) - Franz Fiedler (Florian Serick)
1:1 (37.min) - SG SV Borsch 1925
1:2 (85.min) - SG SV Borsch 1925

Gotha wird nach Chancenwucher bestraft

Als der eingewechselte Robin Weida per Kopf auch die dritte Großchance in kurzer Zeit liegenließ – vor ihm waren bereits Dominik Döbereiner und Franz Fiedler gescheitert (80./82./84.) – ahnten die Zuschauer Böses. „Das wird sich doch nicht rächen“, hörten man so manchen tuscheln. Und kaum waren diese Worte ausgesprochen, schlug eine der beliebtesten Phrasen im Fußball wieder einmal zu. Mit dem einzig vernünftigen Angriff im zweiten Durchgang spielten sich die Borscher vor das Tor und schlugen in Form von Martin Gimpel eiskalt zu (85.) und bestätigten so den gern zitierten Satz: Wenn du sie vorne nicht machst, kriegst du sie hinten.

Natürlich stellten die Rhöner mit dem 2:1, das bis zum Ende Bestand haben sollte, den Spielverlauf auf den Kopf. Doch die Schuld an der Auftaktniederlage mussten die Gothaer vor allem bei sich suchen. Auch wenn die Begegnung nicht immer schön anzusehen war und mitunter eher vom Krampf und Kampf als der spielerischen Linie lebte, hatte die Elf von Trainer Lars Harnisch das Geschehen über die komplette Spielzeit im Griff. Einzig im Angriff zeigte der Tabellenzweite Abschlussschwächen – ein kleines, aber feines Kriterium an diesem Samstag-Nachmittag.

„Das war das ganze Spiel über ein Chancenwucher. Wir müssen eher das 2:1 machen, dann können wir das auch anders runterspielen. Borsch hat das zwar clever gemacht und wollte eigentlich nur einen Punkt mitnehmen. Aber wir haben eine Möglichkeit zu viel liegengelassen“, ärgerte sich der Coach.

Unter böigem Wind erspielten sich die Hausherren gegen die ersatzgeschwächten Rhöner sofort Feldvorteile, ohne allerdings die ganz große Dominanz auszustrahlen. Eine erste gute Gelegenheit vergab Steffen Scheidler, der an Torwart Bertram Laibach – eigentlich Feldspieler – scheiterte (27.). Besser machte es kurz darauf Franz Fiedler, der den Keeper noch umlief und entgegen der Laufrichtung flach verwandelte (27.).

So verdient die Führung auch war – in der Folge glich sich das Geschehen an. Wacker, zunächst sehr gut im Spiel, verpasste es, über die spielerischen Vorteile Borsch unter Druck zu setzen. Die langen, aus der Abwehr herausgeschlagenen Bälle wurden von der hochgewachsenen Abwehr konsequent geklärt. Auch im Mittelfeld hatte Gotha mit den kämpferisch agierenden, körperlich präsenten Rhönern seine liebe Mühe. Dennoch fiel der Ausgleich glücklich. Einmal passte Wacker nicht auf, da passte Maximilian Seiml auf Franz Strunz, der Frederic Büttner per Lupfer überwand (37.).

Im zweiten Durchgang sahen die 98 Zuschauer ein ähnliches Bild. Gotha mühte sich, spielte aber zu umständlich. Es fehlte im Mittelfeld ein Ballverteiler und Ideengeber, mit dem man die defensiv kompakten Gäste hätte aushebeln können. Dies schien erst in der Schlussphase möglich, als die Harnisch-Elf das Tempo anzog und auf den Siegtreffer drängte. Doch die letzte Konsequenz ließen Döbereiner und Co. vermissen – mit dem bekannten Ende und viel Ärger über eine unnötige Niederlage im Spitzenspiel.

 

Von Thomas Rudolph


Quelle: Thüringer Allgemeine; Foto: Tim Grebhan

Fotos vom Spiel