FSV Wacker 03 Gotha e. V.

Jörg Drößler, Staffelleiter der Verbandsliga D-Junioren

Torsten Graf, 28.11.2019

Jörg Drößler, Staffelleiter der Verbandsliga D-Junioren

Der Name Drößler (Gotha) ist im Thüringer Fußball-Verband (TFV) bekannt. Zunächst einmal durch Johannes. Der 23-jährige Schiedsrichter steht im dritten Jahr auf der Liste der Oberligareferees aus dem Gebiet des TFV. Mit seinem Bruder Paul, Jahrgang 2002, ebenfalls Unparteiischer und mittlerweile schon mit Spielleitungen in der 11teamsports Landesklasse betraut, hat sich ein weiterer Drößler in der Thüringer Fußballszene einen Namen gemacht.

Bleibt Vater Jörg. Auch ihn kennt man im Fußballkreis Westthüringen. Denn hier wirkt er seit dem Spieljahr 2018/19 als Staffelleiter der C-Junioren Kreisoberliga Westthüringen. Aber spätestens seit dieser Saison wissen 34 Vereine, die mit ihren Mannschaften in einer der drei Staffeln der D-Junioren Verbandsliga spielen, etwas mit ihm anzufangen. Jörg Drößler ist nämlich der Staffelleiter dieser Nachwuchsspielklassen im Verband.

War es im KFA Westthüringen Dieter Hild, der stellvertretende Vorsitzende, der ihn überzeugte, das Ehrenamt eines Kreis-Staffelleiters zu übernehmen, führten Peter Ott, der TFV-Jugendobmann, und Patrick Marr, Vorsitzender der Nachwuchsspielkommission, das Gespräch mit dem Polizeihauptmeister, um ihn für ein weiteres Ehrenamt, diesmal auf Landesebene, zu gewinnen.

Ohne Vorschlusslorbeeren zu verteilen - aber die ersten Monate in dieser Funktion zeigen, dass Jörg Drößler die richtige Wahl war. Das verwundert nicht, kennt der neue Staffelleiter doch den Fußball an der Basis bestens. Nach aktiven Jahren als Kicker bei Motor und Empor Gotha waren es natürlich die Söhne, die ihn durch ihr fußballerisches Engagement dazu bewegten, auf die Übungsleiterstrecke im Nachwuchs einzubiegen. Fast 18 Jahre hat er diese Aufgabe beim FSV Wacker 03 erfüllt, wobei er vor allem die jüngeren Jahrgänge trainierte. Zur erfolgreichen Jugendarbeit vom FSV Wacker 03 hat Drößler Senior durch einen Landesmeistertitel bei den E-Junioren und durch die Vizemeisterschaft in der Halle nicht unwesentlich beigetragen.

Die D-Junioren-Verbandsligavereine wissen, dass sie ihren Staffelleiter immer kontaktieren können, um Probleme zu nennen und nach Lösungen zu suchen. „Es ist besser, lieber einmal mehr zu sprechen, ehe das Sportgericht tätig wird und Strafen verhängt. Oft kann man einen Konsens finden. Vieles ist da ein Geben und Nehmen“, sagt er und wünscht sich einen respektvollen Umgang miteinander.

Natürlich bekommt man Jörg Drößler nicht umgehend an die „Strippe“. Schließlich ist der gebürtige Friedrichrodaer, der aber immer schon in Gotha wohnt, im Beruf gefordert. Für den Dienst in der Polizei hat er sich der gelernte Dreher nach der Wende beworben. Nach Jahren in der Bereitschaftspolizei, wo er auch bei Fußballspielen eingesetzt war, und einer Zeit beim Psychologischen Dienst übt er seit 2006 eine Tätigkeit im Ermittlungsdienst aus. Aber er rufe immer zeitnah zurück, beruhigt er die Vereine.

Dass es das DFBnet gibt, sieht er als Riesenvorteil. Das erleichtert sowohl ihm als auch den Vereinen die Arbeit ungemein. Aber dennoch bleibt für den fast 50-Jährigen - am 10.12. gibt es im Hause Drößler wegen des runden Geburtstages bestimmt ein großes Fest - noch jede Menge Arbeit. Und er macht sich so seine Gedanken um die weniger werdenden Ehrenamtler oder das vorzeitige Spielrecht für A-Junioren, das Jörg Drößler als Gefahr für diese Altersklasse sieht.

Bleibt die Frage nach dem vierten Mitglied in der Drößler-Familie. Ehefrau Silke, beruflich in der Erfurter Wohnungsverwaltung tätig, hält ihren drei Männern den Rücken frei. „Ohne sie würde ich die neue Aufgabe nicht bewältigen“, weiß Jörg, was er, so wie viele Ehrenamtliche, seiner Partnerin zu verdanken hat. Deshalb versucht er ob beim Fahrradfahren, in der Sauna oder bei der Gartenarbeit viel Zeit mit ihr zu verbringen.

Kommen wir zum Bekanntheitsgrad von Jörg, Johannes und Paul zurück. Den jungen Leuten scheinen auf dem Weg als Schiedsrichter in die Regional- oder Oberliga alle Türen offen zu stehen. Und auch der Vater hat, was die Funktionärskarriere im Thüringer Fußball-Verband betrifft, längst noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht … .

Hartmut Gerlach


Quelle:https://tfv-erfurt.de