Dezimiert ins Abenteuer

Klaus Hubold, 13.09.2020

Dezimiert ins Abenteuer

Vor gut vier Wochen starteten unsere A-Junioren mit einem relativ großen Kader in die Saisonvorbereitung. Dass diese nach der langen Pause nicht reibungslos verlaufen würde, war jedem bewusst. So war von Beginn an die Trainingsbeteiligung verbesserungswürdig. Auch ist bis zum heutigen Tag die Intensität im Training noch sehr ausbaufähig. Inwieweit die jungen Männer zukünftig diese Defizite bereit sind zu verbessern, bleibt abzuwarten. So wählten wir unsere Testspielgegner auf Basis dieser Erkenntnisse genau aus. Begonnen hatte alles in Bad Langensalza gegen Schlotheim 2- ein lockerer Vergleich zur Einstimmung (14:2 zu unseren Gunsten von viel Spielfreude begleitet).

Bereits der zweite Test bei der SpVgg Geratal mutierte aber zum Desaster. Zwar zeigten wir vor allem in der ersten Hälfte eine richtig starke Leistung und gewannen am Ende auch standesgemäß 10:2 beim Kreisoberligisten, büßten aber gleich drei verletzte Spieler (Elias G. und Oskar) ein. Am dramatischsten erwischte es Elias Koslik, der sich nach einem Zweikampf das vordere Kreuzband riss. Wir wünschen Eli für seine im Oktober anstehende OP und anschließende Genesung im Namen von Wacker Gotha alles erdenklich Gute.

Im dritten Vergleich reisten wir zum Verbandsligisten Schott Jena. Allein spielerisch wartete hier eine ganz andere Hausnummer auf uns. Dass wir nach einem intensiven Match mit 4:3 als Sieger vom Platz gingen, war nicht selbstverständlich. Hier zeigte die Truppe eine große Moral, Siegeswillen und individuelle Klasse. Zudem kamen alle verletzten Spieler zur Unterstützung nach Jena-top!

Genauso wie in allen vorigen Tests waren wir auch in der letzten Vorbereitungspartie auf das Aushelfen unserer B-Junioren angewiesen (wir danken Marvin und William). Ein großes Dankeschön geht auch an „Taxi Müller“ für zwei zur Verfügung gestellte Busse-großartig. Das Spiel beim JFC Gera sollte eine Art Höhepunkt darstellen, durften wir doch im „Stadion der Freundschaft“ unter Profibedingungen unseren derzeitigen Leistungsstand unter Beweis stellen. Dass wir am Ende 3:5 unterlagen, kam nicht überraschend, verfügt dieser Verein über einen breit aufgestellten Kader mit entsprechendem Konkurrenzkampf / Trainingsbeteiligung (u.a. 7-tätiges Trainingslager). Gerade im zweiten Abschnitt zeigten sich Vorteile in der Kondition und in der Spielanlage bei den Ostthüringern. Vermeidbar war die Niederlage dennoch, erspielten wir uns mehrere sehr gute Möglichkeiten, die teilweise kläglich vergeben wurden. Auf der anderen Seite luden wir Gera durch fatale Fehler zum Tore schießen ein.

Fazit: Die Saison wird in jedem Fall sehr spannend. Vor allem personell bahnt sich jetzt schon eine große Herausforderung an.


Quelle:A. Döll