Fiedeles

Thomas Fiedler, 16.09.2014

Fiedeles

"Fiedeles-ich bin halt manchmal ein Frecher" oder

"Ich sehe nicht, was du so siehst!"

 

In loser Folge wird sich von nun an unser Vorstand über Neuigkeiten, Pläne, Ideen, Gerüchte, sportliche Tendenzen, Vereinsinteressen und noch manches mehr äußern. Grundlage wird meist das Grußwort aus dem Programmheft des jeweilien Heimspiels unserer Landesklassen-Elf sein, da nicht alle Wacker-Zuschauer jedes Spiel im Stadion verfolgen können. Wir wollen somit Diskusssionen anregen, zum Mitdenken auffordern und zum Nachdenken anregen. Hier sollen keine Beschlüsse diskutiert werden, sondern wir wollen mit unseren Themen polarisieren. Jeder, der sich für den FSV Wacker interessiert, ist aufgerufen mit zu denken, mit zu helfen und mit zu arbeiten. 

Folge 1 "Schwafeln oder Arbeiten"

In meinem letzten Grußwort schrieb ich, dass ein solches unterhalten und zum Nachdenken anregen soll. Letztendlich muss und soll es aber auch einen Inhalt besitzen, einen Sinn haben. In unserer heutigen Zeit scheint es mir zu häufig um Oberflächlichkeit zu gehen. Jeder glaubt kommunikativ sein zu müssen und über alles mit allen  reden zu können. Dabei werden zu oft irgendwelche Informationen verbreitet, deren Wahrheitsgehalt nicht überprüft und somit unkommentiert vom sich Äußernden weiter gegeben werden. Es wird Klasse und Inhalt durch Masse und Spekulation ersetzt. Als Verfechter und Nutzer der social networks wird es mir nicht einfallen, denen die Schuld für diese Oberflächlichkeit in die Schuhe zu schieben. Dennoch glaube ich, dass man ruhig einmal das Gehirn einschalten darf, wenn man sich öffentlich oder unter sogenannten „Freunden“ äußert. Ärgerlich finde ich es allerdings, wenn Menschen für das Verfassen und Verbreiten von Nachrichten oder Informationen bezahlt werden, sie damit ihr Brot verdienen und ihrer ordnungsgemäßen Recherchepflicht dennoch nicht nachkommen.

Auch liegt am Sonntag, ein Wahlsonntag vor uns. Auch hier geht es um wichtige Inhalte. Wir als Verein können Unterstützung aus der Politik nur dann einfordern, wenn wir auch unserer gesellschaftlichen Pflicht gerecht werden und unsere Mitglieder und Anhänger auf ihr gesetzliches Recht, dem Wahlrecht und dessen Wahrnehmung hinweisen. 49,2% Wahlbeteiligung wie in Sachsen sind zu wenig. Gerade in einer Zeit, in der für manche Politiker der Auftritt in einer Talkrunde nur der Steigerung ihrer Bekanntheit dient, als das sie gewillt sind, ernsthafte politische Gespräche zu führen, sollten wir aufpassen, dass wir die Richtigen wählen.

So schließe ich den Kreis zu unserem Fußballsport. Nur mit einer ehrlichen Einstellung zum Spiel, mit ordentlicher Trainingsteilnahme und Präsenz dort, wo sie wichtig ist, wird man die Leistung abrufen können, zu der man fähig ist. So gewährleistet man Erfolg, Sachlichkeit und Glaubwürdigkeit und man entspricht dem Fair-play Gedanken. Nicht nur dem Gegner, auch dem Teamkollegen gegenüber. Wenn man also dabei sein oder tiefgründig mitreden möchte, egal ob im sportlichen Bereich, bei strukturellen Fragen der Vereinsarbeit oder der Politik: man muss gesicherte Informationen einholen und deren Realisierbarkeit gegenüber dem Wunschdenken abwägen. Egal an welcher Stelle wir wirken, wir werden nie alles richtig machen aber wir sollten unserer Sorgfalt genügen.

Ihr und euer

Thomas Fiedler                     

Wacker voran!