Zwei-Klassen-Unterschied erst nach Pause erkennbar

Torsten Graf, 20.02.2015

Zwei-Klassen-Unterschied erst nach Pause erkennbar

Beim Landesklässler Wacker Gotha laufen die Rückrundenvorbereitungen auf Hochtouren. Am Mittwochabend empfing die Elf von Trainer Hagen Becker den Oberligisten FC Eisenach auf dem Kunstrasenplatz im heimischen Volkspark-Stadion.

Die Partie endete 1:8, aber das Ergebnis war für Becker letztlich zweitrangig. Für ihn war die Begegnung - ganz wie der Name schon sagt - ein Test, mit dem seine junge Mannschaft Erfahrungen sammeln sollte. Und vor allem mit dem Auftreten seiner Truppe in der ersten Hälfte war der Trainer durchaus zufrieden. Denn der Zwei-Klassen-Unterschied war bis zur Pause kaum zu bemerken. So hatte Iskander Ezzine die erste Großchance und bereitete wenig später Wackers Führung (10.) vor. Per Kopf (!) vollendete der nur knapp über 1,60 Meter kleine Giuseppe Lodato. Es war nicht die einzige Szene, in der Eisenachs Abwehr unsortiert und steif wirkte. Nach vorne allerdings waren die Wartburgstädter brandgefährlich. So sorgte Philipp Baumbach alsbald für das 1:1 (23.) und Andy Trübenbach legte noch vor der Pause das 1:2 nach (37.).

Dennoch: "Wir haben über 35 Minuten gut mitgespielt und es Eisenach vor allem im Zentrum doch recht schwer gemacht", sagte Becker. Besonders das Dreieck aus Stefan Zielasko und den Neuzugängen Sascha Heinemann sowie Karim Rafrafi im Mittelfeld stimmte Becker optimistisch. "Sascha und Karim sind konditionell vielleicht noch nicht ganz auf der Höhe. Aber es sind sehr intelligente Spieler, die ein Auge für Pässe haben."

Doch genau dieses Auge fehlte den Wackeren dann in der zweiten Hälfte. Mit einem munteren Durchwechseln verzettelten sich die Gastgeber immer häufiger und leisteten sich einige haarsträubende Fehler im Aufbauspiel, die von Eisenach eiskalt bestraft wurden.

Becker: "Es sollte jeder Spieler die Chance bekommen, sich zu empfehlen und ranzuarbeiten. Dass dabei Fehler passieren, bleibt nicht aus. Aber wir werden das auswerten und versuchen abzustellen. Denn genau dafür sind Testspiele schließlich da!"

Als positiv empfand der Wacker-Coach auch, dass trotz größer werdenden Rückstands, keinem eingewechselten Spieler fehlende Motivation vorgeworfen werden konnte. "Jeder der reinkam hat gezeigt, dass er kämpfen will."

Bereits heute setzt Wacker Gotha seinen Testspielreigen gegen SV Fortuna 49 Körner fort. Danach geht's für fünf Tage ins Trainingslager nach Bad Blankenburg, bevor sich am Samstag, 21. Februar, die Reserve vom FC Carl Zeiss Jena im Törpe-Sportpark die Ehre gibt.

 

Von Falk Böttger und Mike El Antaki


Quelle:TLZ