Aktuelles zur Saisonvorbereitung

Thomas Fiedler, 13.07.2015

Aktuelles zur Saisonvorbereitung

Liebe Wacker-Fans,
die Mannschaft hat ihr Trainingslager in der Landessportschule Bad Blankenburg auf hohem Niveau absolviert und ist erfolgreich und hoch motiviert in den Trainingsprozess eingestiegen. Die Personal-Planung der neuen Saison ist abgeschlossen, auch wenn im Hintergrund noch das eine oder andere Gespräch offen ist.

Grundlage unseres Handelns war das Festhalten am Konzept, mit dem wir vor zwei Jahren das Einschlagen eines neuen Weges beschlossen haben. Die "Juniorenmannschaft" von damals hat sich zu einem gestandenen Männerteam entwickelt, deshalb wäre eine Abkehr vom eingeschlagenen Weg unehrlich gegenüber diesen Jungs und unseren eigenen Vorsätzen.

Die Zielstellung für die Wechselperiode dieses Sommers bestand darin, unsere äußerst junge Mannschaft auf 2-3 Positionen nennenswert zu verstärken. Mit oder durch erfahrene Spieler sollte optimales Verhalten in den Spielsituationen gewährleistet werden, in denen wir in der vergangenen Saison so ca. zwanzig Punkte liegen ließen. Mit dieser Vorgabe wurden durch Vorstand und Trainer in den letzten Monaten unzählige Gespräche mit geeigneten Kandidaten geführt. Nach Abwägung aller denkbaren Für und Wider kam es dann zu intensiven Verhandlungen mit fünf Spielern.

In diesen Gesprächen wurde dann mehr und mehr deutlich, dass fast ausschließlich finanzielle Interessen im Vordergrund standen. Selbstverständlich waren wir bereit. an unsere Schmerzgrenze zu gehen, aber an einem gewissen Punkt ist dann eben Schluss. Übrigens ist eine Schmerzgrenze nicht nur dann erreicht, wenn man nicht mehr kann, sondern eben auch wenn man nicht mehr will. Man muss nicht jeden Unfug mitmachen. Diese Grenzen zu überschreiten käme einer Abwertung des in den Spielern von A wie Apitius bis Z wie Zielasko steckenden Potentials gleich (ich sehe noch immense Reserven, die Entwicklung unserer Truppe ist noch lange nicht am Ende), wäre eine Abwertung der von den Jungs bisher gezeigten Leistungen und verbietet sich darüber hinaus, wegen der dann nicht mehr vorhandenen Wertschätzung der Jugendarbeit in unserem Verein.

Der Vorstand hat sich bewusst für Ausbildung und Chancengleichheit eigener Nachwuchstalente und gegen die Trends in anderen Vereinen entschieden. Es wird immer wieder Sportvereine geben, die mit eingeworbenem Geld kurzfristig Wettbewerbsvorteile im Männerbereich haben. Das entspricht der Realität und ist uns im Vorstand sehr wohl klar. Somit haben wir diese Umstände auch zu akzeptieren. Aus eigenen Erfahrungen wissen wir jedoch über den tiefen Fall, wenn die Quellen versiegen. Dem gegenzusteuern haben wir uns vor zwei Jahren auf die Wackerfahne geschrieben und werden daran festhalten. Es ist für die dauerhafte  Existenz unseres Vereins notwendig, junge Fußballer in den eigenen Reihen gezielt auszubilden und junge (oder auch erfahrene) Spieler zu integrieren,  deren Fußballer-Herz größer ist, als ihr Portemonnaie.

Sehr schnell wurden wir uns aber mit unserem Heimkehrer Benjamin Pufe einig. Mit seinem Durchsetzungsvermögen,  der ihm eigenen Robustheit und der Empfehlung etlicher Tore in der letzten Landesklassensaison wird Benni unsere notwendige Verstärkung im Sturm sein. Außerdem stand ein sehr erfahrener Führungsspieler aus der Verbandsliga auf unserer Liste, bei dem aber schließlich das erforderliche Trainingspensum nicht mit seinen beruflichen Anforderungen in Einklang zu bringen war. Der Sportfreund entschied sich deshalb gegen uns und für Kreisligafußball ohne nennenswerten Trainingsaufwand. Ich bedaure und respektiere diesen Entschluss gleichermaßen.


Umso erfreulicher und somit genau in dieses Bild passend, ist deshalb die Verstärkung unseres Männerteams durch die Eigengewächse Jan Schäfer, Pascal Frank, Robin Weida und Heiko Landefeld, aber auch die Rückkehr des Weltreisenden Fabian Bergmann. Sie stehen symbolisch für unseren Weg.

Abschließend sei mir noch gestattet, auch den sich verabschiedenden Spielern alles Gute für ihre private und sportliche Zukunft zu wünschen. Es ist immer ein gewisses Maß an Wehmut dabei, wenn Spieler aus verschiedenen Gründen nicht heimisch bei uns werden konnten. Ich sage deshalb ganz herzlich:

Danke Manuel Rost, Marcel Helzig, Enrico Riemer, Dominic Leib, Guiseppe Lodato und Oliver Zitschke. Besonders schmerzt der "Verlust" von Sebastian Hoffmann,  der uns arbeitsbedingt in Richtung Leipzig verlassen musste aber auch der Weggang von Florian Tamm. An Florians Person wird aber auch die Dramatik eines Wechsels deutlich, wenn der abwerbende Verein dem Spieler gegenüber nicht mit offenen Karten spielt. Wenn man nicht bereit ist, die vom DFB festgelegten Entschädigungsleistungen für den neuen Spieler zu bezahlen, sollte man diesem das aus Gründen der Ehrlichkeit und der Fairness auch im Vorfeld mitteilen.

 


Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche allen Sportlerinnen und Sportlern, unseren Übungsleitern, Trainern und allen Anhängern und Freunden des FSV Wacker eine erfolgreiche Saison 2015/2016. Lassen Sie uns gemeinsam die Tugenden und Traditionen unseres Vereins weiter entwickeln, für die er seit 108 Jahren steht. Wacker voran!


Ihr und euer Thomas Fiedler