Was wäre ein Verein ohne Menschen wie ihn?

Thomas Fiedler, 26.03.2016

Was wäre ein Verein ohne Menschen wie ihn?

So kennen wir ihn: Daniel Gottwald, noch keine 20 Jahre, Spieler in unserer A-Junioren und mittlerweile ein Tausendsassa, wenn es um Vereinsarbeit geht. Was eigentlich bewegt einen Menschen, mehr für die Gemeinschaft  u tun, als andere? Warum ist er da, wenn er gebraucht wird und warum startet er darüber hinaus in Eigeninitiative Aktionen, auf die nicht jeder kommt? Fragt man Daniel, schaut er in seiner bescheidenen und sympathi schen Art leicht nach unten und sagt: „Ach, das ist doch nichts besonderes, was ich tue.“

Wir sehen das etwas anders, denn für uns ist sein Engagement schon eine ganz schön große Sache. Erinnern wir uns zurück. Als wir beim Neuaufbau unserer Männerabteilung im Jahre 2013 vor allen Dingen die Gemeinschaft und Vereinsverbundenheit unterstrichen, war es der Initiative Daniels zu verdanken, dass sich neben den Wacker Supporters eine neue Fangruppe gründete, die sich den Namen Nordkurve gab und die sich zu 100% aus Nachwuchsspielern unseres Vereins rekrutierte. Auch wenn die Kids von vor zwei Jahren nun mittlerweile junge Männer geworden sind und die Spiele der  Männer von der Tribüne aus beobachten, hatte Daniel damit einen gewaltigen Anteil bei unserer Neuausrichtung. Vor ungefähr einem Jahr startete Daniel sein nächstes Projekt. Er eröffnete die Facebook-Seite „Wacker 03 Gotha Nachwuchs“ und berichtet seit dem von den wichtigsten Spielen unserer Kinder– und Jugendmannschaften per Live-Ticker.

Doch obwohl er dafür jedes Wochenende auf dem Klaus-Törpe-Sportplatz oder im Volkspark-Stadion verbringt, reicht ihm das immer noch nicht. „Es ist ja nicht nur damit getan, dass man ein paar Spielergebnisse postet. Es muss ja auch Geld für Ausrüstungen und Materialien in unsere Kasse kommen, wenn die Trainer weiterhin gute  Arbeit leisten sollen.“ sagte  der Blondschopf vor wenigen Wochen. Und wenn Daniel Gottwald so etwas sagt, dann weiß der Eingeweihte, dass das nicht nur hohle Phrasen sind.

Er holte sich grünes Licht beim Vorstand, startete eine selbst organisierte Aktion und spendete kürzlich 50 selbstverdiente Euro an den Schatzmeister. „Ich würde mich freuen…“ sagte er, „...wenn das Geld zur Unterstützung des Nachwuchsbereiches verwendet wird.“  Du kannst gewiss sein, dass wir diesem Wunsch nachkommen werden.

Ehrenamtliche wie Daniel bringen ihre Zeit, ihr Wissen und ihr Engagement in ihre Vereinsarbeit ein. Dafür verdienen sie Lob, Anerkennung und Dank. Darüber hinaus ist jedoch eines sicher, wie es der  Arzt und Theologe Albert Schweizer einmal gesagt hat: „Das schönste Denkmal, dass ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“

Du Daniel, hast dir dieses Denkmal bereits  bei den Sportlern unseres Vereins gesetzt.