Danke

Lars Bethmann, 06.06.2017

Die Saison neigt sich dem Ende und ich blicke auf ein Spieljahr mit knapp 200 Kinder und Jugendlichen und „nur“ 21 Trainern. In allen Altersklassen von der F- bis zu den B-Junioren waren wir mit zwei Teams und die A-Junioren mit einem Team im Spielbetrieb. In der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit, da zumeist bei den Kids nicht nur ein Hobby bzw. Sport betrieben wird, die schulischen Belastungen nicht weniger werden und die Motivation nicht immer da ist die sportlichen Grenzen auszuloten und das Beste aus sich rauszuholen.

Deshalb möchte ich heute den Spielern, Eltern und Großeltern für Ihr Engagement Danke sagen, sondern ganz besonders unseren Trainern.

D A N K E

Michael Meisel, Mario Simmen, Heinz Schönemann, Uwe Baumbach, Jörg Drößler, Jürgen Busch, Andre Penschinski, Florian Kästner, Yves Kästner, Lukas Bethmann, Thomas Hoffmann, jens Marticke, Uwe Schönemann, Axel Werner, Andreas Döll, Klaus Hubold, Michael Bromund, Jörg Hagemeister, Lars Bethmann, Heiko Burkhardt, Horst Bachmann

Die Trainer einer Jugendmannschaft haben nämlich viel Herzblut und Freizeit geopfert, haben Wochenende um Wochenende und Trainingsabend um Trainingsabend für ihre Schützlinge drangegeben, um die Mannschaft so gut es geht zu betreuen und jeden Einzelnen zu verbessern und selbst bei privaten und schulischen Problemen werdet ihr immer auf ein offenes Ohr treffen.

Ob Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Hockey oder sonst ein Mannschaftssport: Der Trainer opfert sich nicht nur an einzelnen Tagen oder Abenden auf, nein, in den meisten Fällen trägt er auch die Verantwortung dafür bzw. er organisiert es, dass es Vorbereitungen auf die Saison gibt wie zum Beispiel Trainingslager und ähnliches. Auch muss er sich mit dem jeweiligen Verband abstimmen, um die Spielpläne zu organisieren. Außerdem laufen in der Regel alle Fäden beim Trainer zusammen, wenn es darum geht, die Fahrten zu Auswärtsspielen zu organisieren.

Viele Eltern verkennen die Mehrarbeit

Um sich all diesen Aufgaben zu stellen, gehört schon mehr dazu als nur Herzblut und Leidenschaft. Ein Trainer muss auch bereit sein, sich nach einem anstrengenden Tag bei der Arbeit auch noch am Abend total mit seinem „Freizeitjob“ zu identifizieren und sich zusätzlich auch noch Gedanken machen, wie zum Beispiel die Aufstellung für das nächste Spiel am Wochenende aussehen könnte und wie er es den Spielern beibringt, wenn sie nur auf der Bank sitzen müssen oder gar nicht mal im Kader stehen. Das sind alles Aufgaben, die nicht nur Herzblut und Zeit erfordern, sondern auch Fingerspitzengefühl, den richtigen Umgang mit Heranwachsenden und vieles mehr – nicht zuletzt Verantwortung. Sicherlich werden auch wir Trainer den einen oder anderen Fehler machen.

Viele Eltern verkennen das – sie setzen es als gegeben voraus. Dabei ist es nicht nur so, dass die Kinder sich sportlich betätigen, nein, sie tun das auch noch ein der Gruppe und lernen damit ihre soziale Seite kennen.

Gebt uns Trainern eine ehrliche Chance und helft uns bei unserem Ehrenamt!

Ihr Spieler könnt uns mit folgenden Eigenschaften unterstützen und helfen:

 

leidenschaftlich

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Ich lebe und liebe Fußball

 

lernwillig

-

Ich will besser werden

 

 

selbstbewusst

-

Ich traue mich und setze meine Fähigkeiten ein

fair

-

"Was du nicht willst, das man dir tut,…

 

 

das füg auch keinem anderen zu"

 

Teamplayer

-

Ohne Mitspieler erreiche ich nichts

 

respektvoll

-

Ich rufe Mitspieler mit den Vornamen bzw. Spitznamen

diszipliniert

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Ich halte mich an die Regeln und höre auf den Trainer

kritikfähig

-

der Trainer will mir "nur" helfen

 

kreativ

-

Ich habe eigene Ideen und bringe sie ein

ein Wacker-Fan

-

Ich spiele für den FSV Wacker 03 Gotha

           

 

 

Wochenende für Wochenende finden auf tausenden Sportplätzen in ganz Deutschland Fußballspiele statt und ziehen dabei Millionen Menschen in ihren Bann - egal ob auf der großen Bühne Bundesliga oder beim Kreisklassenkick der F-Junioren. Auch Ihr Kind hat sich der schönsten Nebensache der Welt verschrieben, trägt voller Stolz das Trikot von Wacker und jagt mit Begeisterung und Hingabe dem Ball hinterher. Und Sie stehen am Spielfeldrand, fiebern mit und feuern Ihren Sprössling leidenschaftlich an.

Dabei ist klar, dass nicht aus jedem Mini-Kicker ein Messi, Ronaldo, Ribery oder Reus werden kann und für die meisten der Kleinen wird sich der Traum von einer großen Profikarriere leider nicht verwirklichen. Für das Leben können durch den Fußball aber alle etwas lernen, z.B. Verantwortung für andere zu übernehmen, mit Sieg und Niederlage umzugehen, sich zu behaupten, andere zu respektieren und sich fair zu verhalten. Helfen Sie Ihrem Kind bei diesem Lernprozess und versuchen Sie, trotz aller Emotionen, die beim Fußball einfach dazugehören, Ihrem Kind mit Ihrem Verhalten am Spielfeldrand ein Vorbild zu sein.

Dazu möchten wir Ihnen einige Empfehlungen geben und Eltern, Großeltern und Fans könnt uns Trainer ebenfalls unterstützen und helfen:

  1. Das Team besteht aus allen Kindern. Unterstützen Sie das gesamte Team und machen Sie niemals einzelne Spieler für Sieg oder Niederlage verantwortlich.
  2. Spornen Sie Ihr Kind während des Spiels durch positive Zurufe an. Vermeiden Sie jedoch negative Äußerungen, wenn Ihrem oder einem anderen Kind Fehler unterlaufen.
  3. Bestärken Sie Ihr Kind, wenn es sich auf dem Platz sportlich fair verhält und für seine tolle Leistung! Vermeiden Sie jedoch materielle oder monetäre Belohnungen.
  4. Achten Sie darauf, dass Sie während des Spiels hinter der Absperrung des Spielfeldes (Barriere) sind. Nur so kann sich der Trainer optisch von Ihnen absetzen und ist für Ihr Kind gut vom Spielfeld aus erkennbar.
  5. Achten Sie bitte sorgfältig auf Ihre Wortwahl (keine Kraftausdrücke). Sollten Sie selber provoziert werden, bewahren Sie Ruhe und nehmen Abstand. Bedenken Sie, dass im Mannschaftssport immer viele Emotionen stecken und nicht jedes Wort ernst genommen werden kann. Verabschieden Sie nach dem Spiel alle Spieler und Schiedsrichter mit Applaus. Zeigen Sie Größe, auch wenn nicht alles für Ihr Team gelaufen ist.
  6. Verhalten Sie sich fair gegenüber Spielern, Trainern und Eltern des Gegners. Akzeptieren Sie kommentarlos die Entscheidungen des Schiedsrichters.
  7. Kritisieren Sie Ihr Kind niemals nach dem Spiel. Sprechen Sie positive Erlebnisse des Spiels an.
  8. Unterlassen Sie taktische Anweisungen an Ihr Kind und überlassen Sie diese dem Trainer. Kommentieren Sie nicht Entscheidungen oder Anweisungen des Trainers.
  9. Probleme, die Sie oder Ihr Kind beschäftigen, diskutieren Sie niemals öffentlich, sondern konstruktiv direkt mit dem Trainer oder Nachwuchsleiter, um die Thematik zu klären.
  10. Lassen Sie Ihr Kind seine Tasche selber tragen. Es nimmt selbst am Spiel teil.
  11. Unsere Nachwuchstrainer arbeiten alle ehrenamtlich für den Verein und opfern einen Großteil ihrer Freizeit für den Spiel- und Trainingsbetrieb und die Weiterentwicklung Ihres Kindes. Bieten Sie daher dem Trainer bei organisatorischen Aufgaben Ihre Hilfe an.
  12. Wenn Sie glauben dem Trainer gute Ratschläge erteilen zu können, dann bewerben Sie sich beim Nachwuchsleiter um das Amt eines Trainers im Nachwuchsbereich.

Tragen Sie mit Ihrem Verhalten dazu bei, dass Ihr Kind auch weiterhin mit Spaß und Freude, vor allem aber unbeschwert und ohne Druck Fußball spielt.

 

Wacker voran!


Quelle:Nachwuchsleitung