Sag beim Abschied leise Servus
Thomas Fiedler, 21.10.2019
Karl-Heinz Sauerbrey geht in den Ruhestand
Emotionale Verabschiedung während der Seniorenbeiratssitzung
Ein Großer der Motor/Wacker-Fußballbühne tritt ab. Ja, ein Großer, wenn nicht sogar "Der Größte" in der 112jährigen Geschichte unseres Vereins. Er war fast 60 Jahre lang Trainer, Betreuer, Jugendverantwortlicher, Sektionsleiter, BFA-Vorsitzender, Mädchen für alles und Mutter der Kompanie. Er war Spielerbesorger, kümmerte sich um die Finanzen und gründete vor über 8 Jahren den FSV Wacker 03-Seniorenbeirat, den er bis heute als Vorsitzender leitete. Bis heute.
Er war und ist glücklich wie ein kleines Kind unterm Weihnachtsbaume, wenn Motor/Wacker Gotha siegt und er kann heute noch nächtelang nicht schlafen, wenn seine Erste verloren hat.
Nun sagt Karl-Heinz aus persönlichen Gründen ganz leise Servus und übergibt die Leitung des Seniorenbeirats an Bernd Vollkenannt.
Der zum Abschied als Dankeschön überreichte Blumenstrauß kann nur symbolisch sein, die Errungenschaften und seine Arbeit im Verein sind damit auch nicht ansatzweise aufzuwiegen.
Wenn Karl-Heinz künftig ein wenig Zeit für sich finden darf, wird er in seinem Archiv an tausenden Fotos und Dokumenten der langen Vereinsgeschichte arbeiten, sie sortieren und sie ordnen. Es ist ein unwiederbringliches Kleinod geballter Tradition, welches bewahrt und gepflegt werden muss und, so sagt Karl-Heinz: "Vielleicht findet sich ja mal jemand, dem ich diese wertvollen Dinge anvertrauen kann und der meine diesbezügliche Arbeit fortsetzt?"
Nun sieht man doch ein paar kleine Tränen in seinen Augen, weil er begreift, welch anspruchsvolle und sein Leben bestimmende Aufgabe er soeben abgegeben hat.
Er wünscht seinem Nachfolger noch alles Gute, bedankt sich bei seinen Seniorenbeiratsmitgliedern und fügt hinzu: "Als ganz normaler Mitarbeiter im Beirat mache ich natürlich weiter, wenn ihr das wollt?"
Natürlich wollen das die Anderen und so hat Karl-Heinz Sauerbrey mit 82 Jahren zwar "leise Servus" gesagt aber eben auch wissen lassen: "Niemals geht man so ganz".
Danke lieber Sportfreund Karl-Heinz Sauerbrey und viel Kraft für deine anstehenden Aufgaben.
