Erinnerung an Heinz „Raftl“ Baumbach
Thomas Fiedler, 18.10.2022
Er war für unseren Verein eine ebensolche Symbolfigur wie es Franz Beckenbauer für den FC Bayern München ist. Am 19.Oktober jährt sich zum 15. Male der Todestag unseres Raftl Baumbach und dabei wollen wir nicht vergessen, dass er vor wenigen Tagen, am 29. September seinen 100. Geburtstag hätte feiern können.
Heinz „Raftl“ Baumbach hatte seit 1950 bei Motor Gotha die Männermannschaft und später Nachwuchsmannschaften trainiert. Bis zuletzt war er als Ehrenmitglied des Nachfolgevereins FSV Wacker 03 ständig auf den Sportplätzen zu finden.
Als aktiver Fußballer war Raftl als Torhüter in der Zeit nach dem Krieg und in den Jahren der jungen DDR das Aushängeschild der BSG Motor Gotha und des Thüringer Fußballs. Unvergessen sind seine blumigen Erzählungen, mit denen er so manchen Menschen mitnehmen und begeistern konnte. Wer kennt nicht seine Geschichte, als er nach eigenen Angaben bei einer Glanzparade drei Minuten lang und hoch in der Luft, quer unter der Torlatte verweilte, damit der Stadionfotograf in Ruhe erst noch den Film wechseln konnte. Oder wer erinnert sich daran, wenn man als Kind kurze Zeit auf sein Rennrad aufpassen durfte und er als Belohnung die Episoden des Fahrrads bei dessen mehrmaligen Teilnahmen an der Tour de France präsentiert bekam. Ja, geprägt waren seine Erzählungen häufig durch seine Erlebnisse während der Kriegsgefangenschaft im Land der Tricolore.
Wir erinnern in diesen Tagen mit Hochachtung an einen der bedeutendsten Menschen unserer Vereinsgeschichte.
Heinz „Raftl“ Baumbach, geb. 29. September 1922 - gest. am 19. Oktober 2007
Unvergessen