Saisonstart leicht gemacht
Torsten Graf, 07.08.2009
GOTHA (goal). Zum Punktspielauftakt am Wochenende hat der FSV Wacker 03 Gotha eine lösbare Aufgabe erhalten. Als erster Gegner wurde den Gothaern die Mannschaft des FC Thüringen Weida zugelost.Die Männer vom Stadion "Roter Hügel" - scherzhaft so genannt, da in früheren Jahren der Weidaer Stadionplatz mit rotem Sand belegt war - sind faire Sportsmänner, die lange Zeit das Spielniveau in der Landesliga mitbestimmt haben. Im letzten Jahr wurde das Stadion in Weida erneuert und die Mannschaft musste ihre Spiele auf fremden Anlagen rund um die Stadt austragen. Interne Querelen ließen zusätzlich die Spielerzahl und das Niveau in der Mannschaft sinken. Am Ende der Saison standen die Weidaer auf einem Abstiegsplatz. Da der SV 08 Steinach und der FSV Ulstertal ihre Teams aus der Landesliga abmeldeten, war der Verbleib der Weidaer ganz überraschend doch gesichert.Völlig anders war dagegen der Saisonverlauf beim FSV Wacker 03 Gotha. Bis einen Spieltag vor Ende der Meisterschaft rang das Team von Trainer Holger Bühner gemeinsam mit dem SV Schott Jena um den Sieg. Die Jenaer, die ihre Mannschaft ein wenig ausgeglichener besetzt hatten, lagen am Ende vorn. Nach einem furiosen Saisonstart mussten sich die Gothaer als Zweiter mit einem Rückstand von drei Punkten geschlagen geben. Nun spielt Schott Jena in der Oberliga.
Der Vorsprung der Gothaer auf die drittplatzierten Nordhäuser betrug immerhin 14 Zähler - eine ganze Fußballwelt! Trotz des umfangreichen Spielerwechsels trägt die Wacker-Mannschaft auch in diesem Jahr die Bürde des Favoriten.
Christian Ertmer (aktive Laufbahn beendet), Tobias Busse, René Grabe (beide aus beruflichen Gründen aktive Laufbahn beendet), Rick Brandl und Markus Arndt (beide Vereinswechsel) verließen die Gothaer Mannschaft. Christian Heim, Tino Gerke, Michael Habichhorst (alle FC Rot-Weiß Erfurt), Kevin Hol-land-Moritz (FC Carl Zeiss Jena), Elemir da Silva (Glücksbrunn Schweina), dazu die ehemaligen Gothaer Juniorenspieler Marty Jung, David Schnauß, Christian Hatzky und Johannes Sever versuchen die Lücke zu schließen.
Ob sie einen gleichwertigen Ersatz darstellen, das können sie schon morgen den Gothaer Fans im Volkspark-Stadion ab 15 Uhr zeigen. Alles andere als ein Sieg dürfte gegen die Weidaer nicht zur Debatte stehen.
Quelle:http://www.thueringer-allgemeine.de