Lukas Bethmann kehrt als Trainer zum FSV Wacker 03 Gotha zurück
Daniel Gottwald, 27.02.2026
Am 17. Juni 1998 geboren, von 2005 bis 2017 alle Juniorenbereiche des FSV Wacker 03 durchlaufen, 46 Spiele für unsere 2. Männermannschaft bestritten und von 2015 bis 2022 verschiedenste Altersklassen des Vereins trainiert.
Lukas Bethmann ist Wackeraner durch und durch und so verwundert es auch nicht, dass er nach zweieinhalb Jahren als hauptverantwortlicher Trainer beim FSV 1968 Behringen nun wieder in die Residenzstadt zurückkehrt. Nach mehreren guten Gesprächen im Winter wird Lukas ab sofort wieder als Co-Trainer unserer Kreisoberligamannschaft fungieren, ehe es ab Sommer 2026 einen weiteren Umbruch im Trainerteam geben wird.
Wir haben mit Lukas in den vergangenen Tagen gesprochen und ihm ein bisschen auf den Zahn gefühlt:
Hallo Lukas, schön dich wieder beim größten Fußballverein der Stadt zu haben. Wie kam es zu dem Entschluss, nach zweieinhalb Jahren wieder zurückzukehren?
Es fühlt sich wirklich unglaublich gut an, wieder hier zu sein, bei dem Verein, bei dem für mich alles begonnen hat.
Die zweieinhalb Jahre Ausflug waren eine sehr schöne und vor allem lehrreiche Zeit. Ich möchte mich an der Stelle auch nochmal ausdrücklich beim FSV Behringen bedanken, für das Vertrauen, das mir dort entgegengebracht wurde, und bei der Mannschaft, die die meiste Zeit richtig gut mitgezogen hat. Diese Zeit hat mich als Mensch und als Trainer enorm weitergebracht. Es war wichtig, auch mal etwas anderes zu sehen, neue Eindrücke zu sammeln und sich selbst nochmal neu zu fordern.
Dass es jetzt so schnell mit der Rückkehr geht, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Aber am Ende ist es doch so: Man geht immer wieder dorthin zurück, wo man groß geworden ist, wo die eigenen Wurzeln sind und wofür das Herz wirklich schlägt. Trotz einiger anderer, durchaus lukrativer Angebote habe ich mich ganz bewusst für meinen Herzensverein entschieden.
Ich bin unglaublich stolz, wieder die schwarz-roten Farben tragen zu dürfen. Und ganz ehrlich: Schwarz steht mir einfach besser als Grün, Schwarz macht schließlich schlanker. 😉
Spaß beiseite: Ich bin dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und freue mich riesig auf die kommende Zeit mit den Jungs, wieder in Schwarz und Rot, wieder zuhause.
Über 17 Jahre warst du für unseren FSV aktiv, ehe es dich zum FSV 1968 Behringen gezogen hat. Was konntest du in dieser Zeit als Trainer mitnehmen?
Die Zeit hat mich menschlich extrem weitergebracht. Als Verantwortlicher für eine komplette Männermannschaft zu stehen, Entscheidungen zu treffen und auch in schwierigen Momenten dafür geradezustehen, hat meinen Charakter enorm geprägt. Neben dem Sportlichen habe ich auch organisatorisch unglaublich viel gelernt, eine Mannschaft zu strukturieren, Abläufe zu planen und sie klar und dennoch menschlich zu führen.
Ich durfte viele sehr gute Jungs begleiten und mit ihnen unglaublich schöne Momente erleben, mit fantastischen Fans, geilen Spielen und echten Highlights, wie zum Beispiel die Reise zum DFB. Aber es gab natürlich auch Niederschläge. Phasen, aus denen man sich erst einmal emotional erholen musste, um dann bei den Erfolgserlebnissen, die wir gemeinsam hatten, umso mehr auf dieser Welle schwimmen zu dürfen. Genau diese Höhen und Tiefen machen einen stärker und lassen einen wachsen.
Ich bedanke mich nochmal ausdrücklich für die Möglichkeit, in Behringen diese Erfahrungen sammeln zu dürfen, auch wenn es am Ende leider schneller zu Ende ging als erwartet, aus diversen sportlichen und privaten Gründen.
Jeder einzelne Spieler hat mich auf seine eigene Art gefordert und weitergebracht. Und gerade der Dorf-Fußball hat mir andere Werte und Methoden vermittelt, die man kennenlernen und erleben muss: Zusammenhalt, Bodenständigkeit und echte Leidenschaft für den Sport.
Nun trägst du wieder rot-schwarz. Wie waren für dich die ersten Wochen der Wintervorbereitung und bist du optimistisch für die anstehende Rückrunde?
Die ersten Wochen zurück in Rot-Schwarz beim FSV Wacker 03 Gotha waren für mich einfach nur angenehm. Es hat sich tatsächlich angefühlt wie Nachhausekommen. Man weiß genau, wo alles ist, wie die Abläufe funktionieren und vor allem, wie die Menschen hier ticken. Diese typische Wacker-Mentalität hat mir gefehlt, dieses kompromisslose „Wir wollen immer besser werden, egal was kommt“. Genau dieses Mindset spürt man hier jeden Tag.
Für die anstehende Rückrunde bin ich absolut optimistisch. Wir werden die Entwicklung der Mannschaft Schritt für Schritt angehen, so wie ich mir diese Truppe perspektivisch vorstelle. Es wird taktisch und spielerisch sicherlich die ein oder andere Umstellung geben. Das kann uns vielleicht auch mal den einen oder anderen Punkt kosten, aber langfristig wird es uns stärker machen.
Mit dieser unfassbaren Breite im Kader und der sehr guten Trainingsbeteiligung haben wir alle Voraussetzungen, um eine richtig gute Rückrunde zu spielen. Die Jungs ziehen mit, die Intensität stimmt, und genau darauf kommt es an.
Ich freue mich riesig auf die Aufgabe und ganz besonders darauf, den Stadtjungs mal zu zeigen, was ich auf dem Dorf beim FSV Behringen in Sachen Fitness gelernt habe. Und was das Trinkverhalten angeht, muss man sagen: Da hatte ich in Behringen ebenfalls sehr gute Lehrer. Beim einen oder anderen Mannschaftsabend wird hier sicher noch jemand staunen. 😉
Im Sommer wirst du das Amt des Trainers von Richard Kirchner übernehmen, der im Anschluss erst einmal kürzertreten möchte (wir berichten gesondert). Was sind deine sportlichen sowie persönlichen Ziele in den nächsten Jahren mit unserer 2. Männermannschaft?
Meine sportlichen und persönlichen Ziele mit der zweiten Männermannschaft beim FSV Wacker 03 Gotha sind klar definiert.
Ich möchte den Zusammenhalt weiter stärken, dass wir noch enger zusammenrücken und diese Wacker-Familie noch geschlossener auftreten lassen. Mir ist wichtig, dass wir nicht nur als Mannschaft funktionieren, sondern als echte Einheit, auf und neben dem Platz.
Sportlich will ich die Jungs weiterentwickeln und auch menschlich weiter formen. Wir wollen ansehnlichen Kreisoberliga-Fußball spielen, mit klarer Struktur, Intensität und Leidenschaft und uns definitiv unter den Top 5 festsetzen. Das ist unser Anspruch.
Ein ganz besonderes Ziel ist es für mich, den jungen Spielern den Weg in unsere erste Mannschaft zu ebnen. Die Zweite soll kein Abstellgleis sein, sondern ein Sprungbrett. Wir wollen wieder mehr Eigengewächse nach oben bringen und damit helfen, dass Wacker im Landkreis wieder das Aushängeschild wird, das es sein soll.
Dafür wird der ein oder andere im Training auch mal leiden müssen, aber ich verspreche: Es wird sich lohnen. Entwicklung gibt es nicht ohne Fleiß und Intensität.
Ich hoffe sehr, dass die Jungs genauso viel Bock haben wie ich, richtig anzupacken und gemeinsam den nächsten Schritt zu gehen. Denn wenn wir alle in die gleiche Richtung marschieren, ist hier richtig viel möglich.
Der FSV Wacker 03 Gotha freut sich, Lukas Bethmann wieder bei sich zu haben und wünscht ihm für die anstehenden Aufgaben viel Erfolg!