Johannes Drößler leitet Thüringer Pokalfinale
Daniel Gottwald, 15.05.2026
Am 23. Mai findet das Finale im Thüringen‑Pokal statt. Die beiden Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena und ZFC Meuselwitz spielen um den Titel und um die Teilnahme als Thüringer Vertreter am DFB‑Pokal der kommenden Saison. Nicht nur für die Spieler ist ein solches Endspiel ein Highlight, sondern auch für die Unparteiischen. In diesem Jahr wurde Johannes Drößler (FSV Wacker 03 Gotha) vom Schiedsrichterausschuss des Thüringer Fußball‑Verbandes mit der Leitung des Finales betraut. Ihm assistieren Paul Drößler und Konrad Götze, als 4. Offizieller ist Paul Baudis im Einsatz.
Referee Johannes Drößler spricht im darüber, was es für ihn bedeutet, das Finale des Thüringen‑Pokals zu leiten, wie er sich vorbereitet und warum es für ihn etwas ganz Besonderes ist, gemeinsam mit seinem Bruder auf dem Platz zu stehen:
Du leitest zum ersten Mal das Finale des Thüringen‑Pokals. Hast du dich gefreut, als die Ansetzung kam?
Johannes Drößler: „Ich hatte schon eine Vorabinfo vom Ansetzer bekommen. Natürlich ist das eine Riesenfreude, ein Highlight und auch eine Verantwortung. Schließlich ist das Finale das größte Spiel im Thüringer Fußball. Ich bin dankbar für das Vertrauen.“
Du bist in der Regionalliga regelmäßig auf diesem Niveau unterwegs. Ist so ein Finale trotzdem noch einmal etwas Besonderes?
„Ja, auf jeden Fall. Finalspiele sind immer etwas Besonderes, und dabei spielt es auch keine Rolle, was in der Saison war. An diesem Tag wollen beide Mannschaften die Saison mit einem Titel beenden und Vertreter im DFB‑Pokal werden. Diese Ausgangslage macht das Spiel besonders.“
Leitet man ein Pokalendspiel anders als ein Ligaspiel?
„Im Grunde macht man da keine Unterschiede. Allerdings ist man sich bewusst, dass in Endspielen oder K.o.-Spielen jede Entscheidung eine große Tragweite hat. So geht es für uns Schiedsrichter darum, absolut präsent zu sein.“
Wie bereitest du dich auf das Spiel vor?
„Wir haben beim NOFV ein Videoportal. Mit dem bereite ich mich vor jedem Spiel vor, und so werde ich es auch diesmal machen. Ich studiere auch ein Stück weit die Mannschaften und Spieler, lese Vorberichte und gehe in die Abstimmung mit meinem Schiedsrichterteam. Im Stadion selbst machen wir uns mit den Abläufen vertraut und wollen natürlich auch die Atmosphäre aufsaugen und dann unseren Beitrag für ein hoffentlich attraktives Fußballfest leisten.“
Dein Bruder Paul ist am 23. Mai als Assistent Teil deines Teams – seid ihr häufiger in dieser Konstellation unterwegs? Und ist es etwas Besonderes, gemeinsam Spiele zu leiten?
„Seit dieser Saison endlich wieder, ja – weil Paul glücklicherweise wieder auf dem Platz stehen kann. Ein Finale ist immer besonders, aber dass mein Bruder auch dabei ist, macht es für mich und meine Familie zu einem noch besonderen Moment. Auf dem Platz ist es dann wiederum fast egal. Dort ist er mein Assistent, und wir müssen als Team gemeinsam mit Konrad [Götze] und Paul [Baudis] funktionieren. Unser Anspruch ist es, top vorbereitet reinzugehen und über die gesamte Spielzeit gut zu performen.“
Quelle:TFV Erfurt / Foto: Christian Igel