Unsere Doku war und ist gefragt - jetzt nochmal zugreifen
Thomas Fiedler, 21.05.2026
Das war sie nun, unsere siebenteilige Geschichte über die Fußballplätze unserer Stadt. Hätten die Pioniere, die vor weit über 100 Jahren in der Wolfsgrube am Kranberg kickten, ein Foto des heutigen Volksparks gesehen, sie hätten vermutlich mit dem Finger an die Stirn getippt. Und vielleicht hätten sie damit sogar recht gehabt: Für ihre Zeit war eine solche Anlage schlicht unvorstellbar.
Es sind noch ein paar Exemplare dieser Dokumentation bei uns abrufbar.
Bei Interesse überweist bitte 7,00 € + 1,80 € Porto an unser Konto
FSV Wacker 03 Gotha e.V.
DE47 8205 2020 0750 0460 40
HELADEF1GTH
Verwendungszweck: Spende Tribünengeflüster
Wir schicken euch die Sammlung dann per Post zu.
Wagen wir nun mit einem Schmunzeln einen visionären Ausblick ins Jahr 2126, wenn unsere Nachfolger das 200. Jubiläum unseres Wacker-Parks feiern.
Das Stadion ist kein isolierter Baukörper mehr, sondern ein vernetzter urbaner Sport-Campus. Die Tribünen bestehen aus modularen, selbstheilenden Materialien, die sich je nach Veranstaltungskapazität automatisch erweitern oder verkleinern. Der Rasen ist ein hybrides Bio-System: echte Pflanzen, deren Wachstum durch Sensorik, Mikro-Bewässerung und KI-gesteuerte Bodenmikrobiologie permanent optimiert wird.
Flutlichtmasten gibt es nicht mehr, stattdessen erzeugen in die Dachstruktur integrierte Photonik-Paneele ein gleichmäßiges, schattenfreies Spielfeldlicht. Energie liefert das Stadion selbst: Geothermie unter dem Spielfeld, Photovoltaik in der Dachhaut und kinetische Energie aus den Bewegungen von Sportlern und Zuschauern.
Die Besucher betreten nicht nur ein Stadion, sondern eine Erlebnisumgebung. Wer möchte, sitzt physisch auf der Tribüne. Wer weiter entfernt lebt, projiziert sich per Mixed-Reality-Übertragung in einen freien Sitzplatz. Jeder Fan sieht das Spiel aus seiner individuell gewählten Perspektive. Torwartblick, Vogelperspektive oder taktische Analyseansicht in Echtzeit.
Der Stadionsprecher?
Noch vorhanden aber ergänzt durch ein KI-Kommentarsystem, das historische Daten, Spielerbiometrie und taktische Muster sofort analysiert. Trainer tätigen während des Spiels keine Zurufe mehr von der Bank, sondern geben Entscheidungsmodelle in Echtzeit.

Und doch bleibt etwas gleich:
Kinder spielen weiterhin vor dem Anpfiff auf dem Nebenplatz Fußball.
Nicht wegen fehlender Datenbegeisterung oder nicht vorhandener Technologie-Faszination, sondern aus genau demselben Grund wie die Jungen in der Wolfsgrube vor über zwei Jahrhunderten:
Weil ein Ball, zwei Tore, ein freier Nachmittag und Frieden auf der Welt immer reichen werden.
Und vielleicht oder hoffentlich wird es keine 100 Jahre mehr dauern, dass eine Gothaer Fußballmannschaft als Ergebnis einer vereinten Gothaer Fußballfamilie dann in einem solchen Stadion spielt? Vielleicht …..
Danke für`s Lesen,
Ihr und euer Thomas Fiedler und nochmal – ein Hoch auf unser Volkspark-Stadion!