Durch Fußball jung geblieben

Torsten Graf, 16.07.2010

Durch Fußball jung geblieben

Seit er seinen Enkel Michael zum Fußballtraining der C-Junioren bei Wacker Gotha begleitete, gehört Manfred Meisel dazu. Trainer Heinz Schönemann bat ihn einfach, doch zu den Spielen als Helfer mitzukommen das war 1998.
Gotha-Sundhausen. Heute ist der 72-jährige Manfred Meisel Mannschaftsleiter der Zweiten von Wacker und die Enkel Michael und Tobias Meisel (ehemals SV Sundhausen) spielen erstmals gemeinsam in seinem Team der "Oberligareserve", wie Manfred Meisel gern betont. Der Sundhäuser ist das Mädchen für alles, baut im Training Stationen auf, kocht Tee, füllt Spielformulare aus und kümmert sich rührend um die Spieler, die er oft schon aus den Jugendmannschaften von Wacker kennt. An der Seite von Trainer Frank Schonert bereitet er die zweite Wacker-Mannschaft in diesen Tagen auf die neue Saison vor. Als Jugendkoordinator hat er natürlich noch gute Erinnerungen an das Jahr in der Regionalliga der B-Junioren. "Auch wenn wir die Liga nur eine Saison lang halten konnten, der Ausflug hat sich gelohnt. Die Spieler haben in dem Jahr viel gelernt." Der ehemalige Sportlehrer begrüßt darum auch den Aufstieg der ersten Mannschaft in die Oberliga: "Die Jungs wollen sich doch sportlich weiter entwickeln, schließlich haben wir eine der jüngsten Mannschaften in der gesamten Oberliga."
Vor den Auswärtspielen der von ihm betreuten Teams war Manfred Meisel meistens schon um 4 Uhr an der Tankstelle, kaufte Brötchen für seine Jungs, die anschließend zu Hause noch belegt wurden. Um 7 Uhr zog frischer Brötchenduft durch den Mannschaftsbus. "Das geht alles nur mit einer Frau, die dich dabei unterstützt", sagt Meisel, "Hannelore kommt zu vielen Spielen einfach mit." Der Sundhäuser fährt auch oft als Fan mit der ersten Mannschaft im Bus zu Auswärtsspielen. Ist Not am Mann, dann sitzt er auch mit auf der Bank. Wie bei der Vorbereitung der aktuellen Saison, als er kürzlich die Oberligisten bei ihrem 7:0-Testspielsieg im südthüringischen Milz begleitete.

 

Dirk Bernkopf / 15.07.10 / TLZ

Quelle:http://www.tlz.de