Daniel Bärwolf: „Jeder muss an seine Grenze gehen“
Torsten Graf, 22.08.2010
Sturmroutinier glaubt an Klassenerhalt seines FSV Wacker 03 Gotha
Daniel Bärwolf, nach vielen Jahren sind Sie mal wieder im Westsachsenstadion des FSV Zwickau aufgelaufen. Was war das für ein Gefühl?
Ein tolles Gefühl. Es macht auch mit 37 Jahren einfach mehr Spaß vor 1.000 Zuschauern zu spielen, als vor 200. Von daher hat sich der Aufstieg in die Oberliga schon jetzt gelohnt.
Trotzdem hat Wacker Gotha sein erstes Auswärtsspiel verloren. Woran hat´s gelegen?
Unsere junge Mannschaft hatte einfach zu viel Respekt. Die Jungs waren speziell in der ersten Halbzeit viel zu ängstlich. Und dann haben wir wieder einmal unsere guten Chancen nicht genutzt.
Ihr Trainer sprach vergangene Woche von 85 Prozent Leistungsniveau, dass das Team erreicht habe. Wie lange braucht die junge Truppe um in der Oberliga anzukommen?
Ich denke wir sind in der Oberliga angekommen. Im ersten Spiel haben wir gegen einen Rivalen im Abstiegskampf ein unglückliches Unentschieden erzielt. Heute haben wir in der zweiten Halbzeit mit einem Spitzenteam mehr als gut mitgehalten. Der Klassenerhalt ist definitiv möglich.
Was muss passieren, damit aus den guten Ansätzen Punkte werden?
Jeder Einzelne muss in jedem Spiel an seine Grenzen gehen. Ich kann als älterer Spieler die Jungs nur mitreißen, wenn sie selbst auch alles geben. Unsere unerfahrenen Mitspieler müssen einfach ihr Herz in die Hand nehmen und sich viel mehr zutrauen. Sie haben´s auf jeden Fall drauf.
In der kommenden Woche geht es zum Mitaufsteiger, Chemnitzer FC II. Was erwarten sie sich von dem Spiel?
Wir kennen die Chemnitzer gar nicht. Das ist bestimmt eine junge Truppe und ein Gegner auf Augenhöhe. Wenn wir unsere Chancen nutzen, werden wir in Chemnitz punkten.
Quelle:Thomas Lehnig