Interview mit Steffen Scheidler
Torsten Graf, 13.09.2010
Steffen Scheidler (23) ist seit Jahren der Sturmführer des FSV Wacker 03 Gotha. 66 Tore hat er in den vergangenen vier Jahren allein in Punktspielen für den Oberliga-Aufsteiger erzielt. Wir sprachen nach dem 0:4 in Halberstadt mit ihm.
Steffen 0:4 in Halberstadt verloren, woran hat´s gelegen?
Knackpunkt waren die Minuten vor der Halbzeit. Erst habe ich den Torwart umspielt, werde von ihm umgerissen und sehe Gelb – ein Witz. Auf der Gegenseite zieht Kevin Holland-Moritz die Notbremse sieht Rot und Halberstadt verwandelt den Elfer zum 1:0.
Mit Andre Koob hatten sie einen blutjungen Torwart zwischen den Pfosten, ein Nachteil gegen so einen starken Gegner?
An Koobi hat es nicht gelegen. Er ist ein guter Keeper und hat einige tolle Paraden gezeigt. Er wird seinen Weg machen.
Sie haben jetzt fünf Oberligaspiele bestritten und sind zuletzt von ihrem Trainer immer wieder auch öffentlich kritisiert worden. Zu Recht?
Ich bin selber mit mir unzufrieden. Im ersten Spiel gegen Borea habe ich gut angefangen, dann das 2:0 versemmelt und seither ist der Wurm drin. Vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken. Aber ich bin sicher, dass ich bald wieder viel besser spiele.
Am kommenden Sonntag kommt mit Lok Leipzig ein Zuschauermagnet ins Volkspark-Stadion. Wie sehr steht ihr da schon unter Druck unbedingt punkten zu müssen?
Wir müssen sicher zuhause punkten. In den letzten Heimspielen haben wir uns leider zwei Mal nicht für unsere gute Leistung belohnt. Wenn am Sonntag viele Zuschauer kommen wird uns das beflügeln. Ich rechne mir auf jeden Fall eine Siegchance aus.
Quelle:FSV Wacker 03 Gotha