Schwerer Gang zum Thüringenligisten
Torsten Graf, 07.10.2010
Wacker Gotha erwartet beim Pokalspiel in Rudolstadt einen "Gegner auf Augenhöhe"
Gotha/Rudolstadt. Mit Respekt aber ohne Angst reist Oberligist Wacker Gotha am Samstag (Anstoß 14 Uhr) zum Pokalduell bei Thüringenligist Einheit Rudolstadt. Die Gastgeber von der Saale haben sich vor der Saison deutlich verstärkt. "Rudolstadt hat jede Menge oberligaerfahrene Spieler von Pößneck und Schott Jena bekommen. Sie sind mit Sicherheit ein Gegner auf Augenhöhe, so dass ich ein enges Spiel erwarte," zollt Wacker-Trainer Holger Bühner dem langjährigen Ligarivalen Respekt. Ihre Klasse haben die Rudolstädter bisher in der Thüringenliga noch nicht nachweisen können. Mit gerade einmal zwei Siegen rangieren sie auf Rang neun der Tabelle und werden wohl mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts mehr zu tun haben. Rudolstadts Trainer Benjamin Duray klagte wiederholt über die Abschlußschwäche seiner Mannschaft.
Ein Problem das auch Wacker-Coach Bühner kennt. Allein am vergangenen Wochenende gegen die Bundesliga-Reserve aus Aue ließen Scheidler und Co mindestens vier hundertprozentige Chancen aus und verpassten so einen möglichen Punktgewinn. Auch in Rudolstadt wird Bühner wieder auf seinen erfahrensten Stürmer verzichten müssen. Daniel Bärwolfs Oberschenkelprobleme haben sich als Muskelfaserriss entpuppt. Der Routinier fällt vermutlich zwei Wochen aus. Zudem hat Benjamin Pufe nach seiner Verletzung weiter Nachholbedarf, so dass er noch keine Option für die Startelf ist. Eine Alternative im Mittelfeld könnte der junge Christian Hatzky sein. Das Eigengewächs hat laut Bühner "gute Chancen" auf einen Platz in der Startformation. In der Abwehr kann der Trainer wieder mit Christian Heim planen, der zuletzt in der Liga wegen einer gelb-roten Karte fehlte. Trotz der immer noch angespannten Personallage mit den Langzeitverletzten Ronis und Weichert zählt für die Wacker-Verantwortlichen nur ein Weiterkommen. "Als Oberligist haben wir die Favoritenrolle und wir wollen ihr auch gegen einen starken Rudolstädter Gegner gerecht werden," reist Bühner mit Siegeszuversicht an die Saale. Wohlwissend, das seine Mannschaft mit jedem Sieg einem möglichen Schlagerspiel gegen Rot-Weiß Erfurt oder Carl-Zeiss Jena näher rückt.
Quelle:FSV Wacker 03 Gotha