Trotz neuer Personalsorgen punkten
Torsten Graf, 04.11.2010
Wacker Gotha vor richtungsweisendem Spiel gegen Halle
Gotha. Eigentlich könnte Wacker Gothas Trainer Holger Bühner rundum zufrieden sein. Steht seine Mannschaft doch schon seit Wochen über der Abstiegszone in der Fußball-Oberliga. Zudem ist man nun schon seit drei Begegnungen ungeschlagen. Doch wieder einmal plagen den Coach Personalsorgen. Vor dem richtungsweisenden Spiel gegen den Tabellennachbarn VfL Halle musste sich ausgerechnet Top-Torjäger Steffen Scheidler verletzt abmelden. Der siebenfache Saisontorschütze hat sich vor Wochenfrist in Erfurt einen Muskelfaserriss zugezogen. Zwar schreitet die Heilung gut voran, das Spiel am Samstag (13.30 Uhr Volkspark-Stadion) kommt aber für Scheidler ebenso zu früh, wie für Kapitän Tony Schnuphase, der an den Folgen einer Bänderdehnung im Knie laboriert. Damit fehlen Wacker zwei der wichtigsten Offensivkräfte und das gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.
Da konnten die Hallenser am vergangenen Wochenende gegen den hocheingeschätzten FSV Zwickau punkten, wobei die Sachsen erst kurz vor Schluss zum Ausgleich kamen. Auch in Halle scheint nicht nur eitel Sonnenschein zu herrschen. So musste Präsident Frank Sänger nach dem Zwickauspiel erst einmal seinem Trainer Torsten Weber das Vertrauen der Vereinsleitung aussprechen. Zugleich heißt es aber, dass man beim VfL Halle die kommenden Spiele genau analysieren will, was bedeutet, dass der Druck auf ihren Trainer wächst. Besonders unzufrieden ist man in Halle mit Stürmer Vladimir Penew. Der einstige Topstürmer hat auch nach zehn Spielen noch keinen Treffer auf dem Konto.
Ein Problem das Wacker-Coach Bühner nicht kennt, hat er doch neben Scheidler mit Daniel Bärwolf (sechs Saisontore) noch einen zweiten Torschützen vom Dienst. Auf den erfahrenen Sturmtank wird es also vor allem ankommen, wenn gegen Halle die ersehnten drei Punkte eingefahren werden sollen. Wieder mit von der Partie ist dann auch Christian Hatzky, der seine gelb-rot-Sperre abgesessen hat. Ob er wie zuletzt im zentralen defensiven Mittelfeld eingesetzt wird ist aber fraglich, da Jan Schmidt und Kevin Holland-Moritz in Erfurt überzeugen konnten. Gut möglich, dass sich Trainer Bühner noch eine taktische Variante für das wichtige Spiel am Samstag einfallen lässt.
Quelle:FSV Wacker 03 Gotha