Keine Angst vor Lok Leipzig
Torsten Graf, 11.03.2011
Fußball-Oberliga: Wacker Gotha muss am Samstag zum Tabellennachbarn
Gotha/Leipzig. Fast sechs Monate ist es her, da bot Fußball-Oberligist FSV Wacker 03 Gotha seinen Fans das wohl emotionalste Spiel in der laufenden Saison. Die Gothaer gewannen im Volkspark-Stadion vor mehr als 1000 Zuschauern mit 3:2 gegen Lok Leipzig, obwohl sie nach zwei Platzverweisen zwei Spieler weniger als der Gegner auf dem Spielfeld hatten. Matchwinner war damals Steffen Scheidler, der dreimal ins Leipziger Tor traf.
Am Samstag um 15 Uhr kommt es im Bruno-Plache-Stadion zum Rückspiel der beiden abstiegsbedrohten Mannschaften. Die günstigere Ausgangsposition hat dabei der Leipziger Traditionsverein. Zwar liegt Lok momentan zwei Punkte hinter Gotha, doch hat das Team von Trainer Achim Steffens derzeit drei Spiele weniger auf dem Konto. Auch mental dürften die Leipziger derzeit die Trümpfe in der Hand halten. Zwar kamen sie daheim zweimal nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen Rot-Weiß Erfurt II und Borea Dresden hinaus, behielten davor aber beim 1. FC Magdeburg II mit 4:0 die Oberhand. Im Gegensatz dazu verlor Wacker die vergangenen drei Partien - eine gänzlich neue Situation für die junge Mannschaft, die in der Thüringenliga in der vergangenen Jahren immer oben mitspielte.
Personell stellt sich die Mannschaft unterdessen beinahe von allein auf. Felix Hempel - Rot im vergangenen Spiel gegen Halberstadt - und Kevin Holland-Moritz mit der fünften Gelben Karte fehlen ebenso wie der angeschlagene Patrick Leinhos. Und auch Ronny Ronis wird beruflich bedingt nicht mit nach Leipzig fahren können.
Unterdessen können die Leipziger am Samstag auf die massive Unterstützung ihres Publikums bauen: "Bis zu 2000 Fans werden ihre Mannschaft nach vorne peitschen", sagt Gothas Trainer Holger Bühner. "Dennoch müssen wir einen kühlen Kopf bewahren", sagt Bühner weiter, der in der Ausgangssituation auch eine Chance sieht: "Leipzig muss vor heimischer Kulisse Druck machen - da ergeben sich zwangsläufig hinten Lücken, die wir finden und in die wir mit unseren schnellen Spielern hineinstarten müssen."
Von Sascha Richter
Quelle:TLZ