Sturmstarke Brandenburger in der Defensive verwunden
Torsten Graf, 17.03.2011
Oberligist Wacker Gotha im Heimspiel gegen Luckenwalde unter Druck
Gotha. Auch knapp eine Woche nach der unnötigen Niederlage bei Lok Leipzig, hat Wacker Gothas Trainer Holger Bühner noch an der Pleite zu knabbern. „Die Chancenauswertung war wieder einmal katastrophal. Das müssen wir ändern, wenn wir drin bleiben wollen.“ Zwar stehen die Gothaer noch knapp vor einem Abstiegsplatz, doch beginnen mit dem Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde (Samstag, 14 Uhr, Volkspark-Stadion) die Wochen der Wahrheit für den Amateur-Oberligisten.
Trainer Bühner hat denn auch unter der Woche verstärkt den Torabschluss üben lassen. Letztlich müssten vor allem seine jungen Außenangreifer Marty Jung und Steffen Scheidler lernen „mit dem Druck im eins zu eins“ umzugehen. Bühner rechnet damit, dass sich auch gegen Luckenwalde etliche Chancen für seine Angreifer ergeben. „Sie haben nicht umsonst, die meisten Gegentore in der Liga kassiert. Schon beim Hinspiel hatten wir etliche gute Gelegenheiten,“ verweist der Trainer auf die Achillesferse der Gäste. Er weiß aber auch, dass die Offensive der Luckenwalder zum Besten gehört, was die Oberliga zu bieten hat. Die Stürmer der Randberliner haben bei Hertha BSC oder Hansa Rostock eine exzellente Ausbildung durchlaufen und mit 38 Volltreffern bilden sie folgerichtig auch die zweitbeste Angriffsreihe der Liga. Da gelte es für die Gothaer sicher zu stehen, verweist Bühner auf die hohen Anforderungen an seinen Defensivverbund.
Personell bleibt die Lage der Wackeren angespannt. Kapitän Tony Schnuphase hat in Leipzig die fünfte gelbe Karte gesehen und ist daher zum Zuschauen verurteilt. Für ihn rückt Kevin Holland-Moritz in die Mannschaft, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Die Bank der Gothaer dürfte wieder dünn besetzt sein. Felix Hempel muss noch seine Rotsperre aus dem Halberstadtspiel absitzen. Außerdem sind Ronny Ronis, Patrick Leinhos und Christoph Weichert weiter verletzt. Bei letzterem macht die Reha allerdings große Fortschritte, so dass er vor Ostern in den Wacker-Kader zurückkehren dürfte. Bis dahin müssen die Gothaer aber mit dem aktuell dünnen Kader punkten. Nach dem Spiel gegen Luckenwalde warten in den nächsten Wochen mit Magdeburg und Borea Dresden zwei unmittelbare Konkurrenten aus dem Tabellenkeller auf die Bühner-Elf.
Quelle:FSV Wacker 03 Gotha