Heimspiel in Salzburg
Lars Bethmann, 13.06.2011
Wacker-Nachwuchs mit starkem Auftritt beim größtem österreichischen Fußballturnier
Salzburg/Gotha. Mit einem großen Pokal sind 28 Nachwuchsfußballer des FSV Wacker 03 Gotha am Pfingstmontagabend von einem Turnier in Salzburg zurückgekehrt. Während die E-Junioren ihr Turnier gewinnen konnten, landeten die D-Junioren auf dem ungewohnten Großfeld mit nur einer Niederlage etwas unglücklich auf Rang acht. Insgesamt waren am Pfingstwochenende 70 Nachwuchsmannschaften aus acht europäischen Ländern auf zahlreichen Salzburger Sportplätzen am Ball.
„Heimspiel in Salzburg“ so dröhnte es spätestens seit Sonntagnachmittag aus Dutzenden Gothaer Kehlen über die Sportanlage Salzachsee in der Mozartstadt. In einem packenden Finale gegen die starken Franken vom FC Ezelsdorf gelang den E-Junioren ein 2:1 Sieg und der Gewinn der „Mozart-Trophy“. Neben ihren eigenen Eltern wurden die Zehn- und Elfjährigen aus Gotha auch von den D-Junioren und deren Eltern angefeuert. Mindestens die Hälfte der 150 Zuschauer am Kleinfeldplatz peitschte den frischgebackenen Landesklassemeister nach vorne. Den besseren Start erwischten allerdings die Rand-Nürnberger, die schon nach wenigen Minuten 1:0 in Führung gingen. Kurz danach der Ausgleich der Gothaer. Thomas Fischer setzte sich rechts durch, der Ball landete beim mitgelaufenen Marius Fiedler, dessen Flachschuss von der Strafraumgrenze unhaltbar im Kasten der Ezelsdorfer einschlug. Das Spiel blieb packend und Keeper Michael Voigt bewahrte seine Mannschaft mehrfach vor dem erneuten Rückstand. Als dann Gregor Kandetzki einen langen Ball auf Franz Fiedler spielte, konnte dieser seinem Gegenspieler entwischen und zum begeistert gefeierten 2:1 einschießen. Die ersten Gratulanten waren dann auch die D-Junioren, die nach dem Schlusspfiff das Spielfeld stürmten. Der Dank der jüngeren Wackerspieler ließ nicht lange auf sich warten. E-Kapitän Florian Kehbel stimmte bei der Siegerehrung mit „Gotha hat die besten Fans der Welt“ ein Dankeslied an, in das erneut dutzende Thüringer einfielen und das Festzelt zum Beben brachten.
Zuvor hatten auch die D-Junioren gezeigt, dass sie auf dem ungewohnten Großfeld sehr guten Fußball spielen können. In der Vorrunde wurde zunächst gegen die Tschechen vom FC Lomnice durch Tore von Tim Bernecker und Lukas Bethmann mit 2:0 gewonnen. Der Profi-Nachwuchs des schweizerischen FC Chur wurde durch ein tolles Freistoßtor von Lars Striegl mit 1:0 bezwungen. Im „Gruppenendspiel“ gegen den Salzburger AK (und den merkwürdig pfeifenden Schiedsrichter) gelang nach einer Zeitstrafe in Unterzahl das 2:0 durch Tore von Michael Marx und Tim Bernecker. So ging das Team von Trainer Mike Stürze optimistisch in die Meisterrunde am Sonntag. Gegen den späteren Turniersieger aus dem österreichischen Simmering taten sich die Wackeren schwer, blieben aber mit einem 0:0 ungeschlagen. Besser lief es im zweiten Spiel gegen die Spielvereinigung Sonnenberg aus Wiesbaden. Leider glückte aber erneut kein Tor, so dass es beim 0:0 blieb. Damit hatten die Gothaer noch alle Chancen selber das Finale zu erreichen, für das sich der Gruppenerste direkt qualifizierte. Gegen die Tschechen von Zenit Caslav geriet Gotha aber schon früh durch einen umstrittenen Elfmeter 0:1 in Rückstand. Kurz vor Ende der Partie liefen die Wacker-Jungs noch in zwei Konter, so dass sie mit 0:3 unterlagen, in ihrer Gruppe lediglich Vierter wurden und im Gesamtklassement letztlich Rang acht erreichten. Mit nur einer Niederlage in sechs Partien hatte sich das Team aber mehr als achtbar geschlagen.
Mehr Glück als die D-Junioren hatten die E-Junioren aus Gotha. Durch die Vorrunde waren sie souverän marschiert und hatten die Tschechen aus Opatovice und Prag mit 5:0 bzw. 4:0 vom Platz gefegt. Im „Gruppenendspiel“ gelang der Truppe von Trainer Lars Bethmann auch gegen die Österreicher aus Anif ein ungefährdeter 1:0 Erfolg. So schien es in der Zwischenrunde weiter zu gehen, als der ASK Salzburg mit 4:1 demontiert wurde. Doch dann leistete sich die Mannschaft ein schwaches Spiel gegen die Bayern vom SV Wielenbach und erreichte nur ein 1:1. Nun musste das Torverhältnis über den Gruppensieg und die damit verbundene Finalteilnahme entscheiden. In einem regelrechten Wettschießen – wobei beide Teams serienweise beste Gelegenheiten ausließen - hatten die Thüringer am Ende mit einem 3:0 gegen den Salzburger AK knapp die Nase vor den Bayern, die zeitgleich 1:0 gewannen. Wielenbach hielt sich im kleinen Finale schadlos und sicherte mit einem 4:0 gegen Jablunkov aus Tschechien den deutschen Dreifachsieg in dieser Altersklasse.
In Salzburg am Ball waren: Danny Apel, Niklas Beese, Tim Bernecker, Destiny Bethmann, Lenny Bethmann, Lukas Bethmann, Erik Böttner, Jean-Luca Bromund, Samuel Dewart, Franz Fiedler, Marius Fiedler, Thomas Fischer, Mark Fleischhauer, Dominik Jahns, Gregor Kandetzki, Florian Kehbel, Julian Knoll, Maurice Mahn, Jonas Martschoke, Michael Marx, Felix Schleicher, Til Schwarz, Jason Söffing, Clemens Sputh, Lars Striegl, Jonathan Roth, Michael Voigt, Nick Wollschläger.