Schlussakkord der letzten Spielzeit
Matthias Gloria, 12.07.2011
Als ich gestern die frohe Kunde über den Verbleib in der Verbandsliga wahrnahm, liefen alle Bilder der Saison nochmals an mir vorbei und fügten sich zu einem Film, der am Ende doch noch ein gutes Ende fand.
Ein Rückblick auf die vergangene Saison sei mir gestattet. Nachdem unsere Vorgänger mit starker Leistung in die Verbandsliga aufstiegen, traten wir im Folgejahr ein schweres Erbe an. Das die Zielstellung Klassenerhalt, trotz anfänglichem Optimismus nicht zu stemmen war, zeigten uns die ersten Ergebnisse in der Verbandsliga. Absoluter Tiefpunkt war ein 0:34 gegen Jena II , in der wir ohne sechs Stammspieler auskommen mussten. Überhaupt war die Hinrunde von ständiger Personalnot geprägt. Der Höhepunkt der Misere ist das Punktspiel in Saalfeld gewesen, in dem ich sechs D-Juniorenspieler zum Einsatz brachte.Mit viel Mühe und Durchhalteparolen retteten wir uns in die Winterpause. Unterm Hallendach schöpften wir dann Mut und Selbstvertrauen und gingen aus einigen Turniersiegen gestärkt in die Rückrunde ins Freie. Kurz vor Beginn der zweiten Halbserie ereilte mich ein persönlicher Tiefschlag. Seit Ende Februar stand ich als Trainer nun völlig allein in der Verantwortung. Trotzdem kam eine Aufgabe für mich nicht in Betracht. Mit viel Energie und Kraft habe ich auch gegen Widerstände in der Mannschaft angekämpft und immer versucht Kompromisse zu schließen, damit das Team zusammenbleibt. Das sich die Truppe am Ende gefestigt hat und die Ergebnisse im erträglichen Rahmen blieben, hat sie sich selber zu verdanken. Dabei war eine deutliche Steigerung des jüngeren Jahrgangs sichtbar. Das wir die sportliche Qualifikation verpasst haben, ist letztendlich dem enormen Leistungsgefälle innerhalb der Truppe geschuldet. Für die Mannschaft ist der Glücksfall, dass Zeulenroda nicht für die höchste Spielklasse Thüringens meldete, eine zweite Chance, in der sie sich endlich in der Zukunft beweisen kann und entgegen ihrem Ruf mit entsprechender Einstellung die Scharte aus diesem Jahr ausbügeln könnte.
Da am Ausklang der Saison nun doch das „Happy End“ steht, möchte ich mich besonders für die Unterstützung von Jörg Drößler (der mich im zweiten Saisonabschnitt begleitete), bei den Nachwuchskoordinatoren Guido Fischer/Stefan Otto (die mich in Bad Salzungen vertreten haben), bei Hagen Becker ( bei dem wir interessante Lehrstunden in Sachen Fußballtheorie absolvierten), bei Mike Stürze (der trotz eigener Engpässe, einige D- Junioren für uns abgestellt hat), bei Nils Wiesel (Leichtathletikchampion und D-Juniorenspieler, der trotz zusätzlicher Belastung immer gern geholfen hat) und natürlich an die Runde der NWL- Sitzung ( die in allen Lebenslagen immer einen Lösungsansatz parat hat!) sowie allen nicht genannten Organisatoren/Sympathisanten die ich nicht erwähntt habe, recht herzlich bedanken.
Ich wünsche allen eine erholsame Ferien bzw. Urlaubszeit und verbleibe mit sportlichem Gruß Matthias Gloria.
Quelle:M.Gloria