Pech vom Punkt

Torsten Graf, 04.07.2011

Pech vom Punkt

Fußball-Landesmeisterschaft: Wacker Gothas E-Junioren landen nach zwei Niederlagen im Neunmeterschießen auf Platz 4

Rudolstadt/Gotha. Die E-Junioren von Wacker Gotha kommen ohne Medaille von der Fußball-Landesmeisterschaft zurück. Das Spiel um Platz drei verloren die Schützlinge von Lars Bethmann mit 3:4 nach Neunmeterschießen gegen Germania Ilmenau. Zuvor waren die Wackeren auch im Halbfinale erst im Neunmeterschießen am späteren Titelträger Rot-Weiss Erfurt gescheitert.

Am Ende war Michael Voigt der tragische Held. Der Torwart der E-Junioren aus Gotha vergab im Neunmeterschießen den entscheidenden Schuß. Zuvor hatte er nicht nur glänzend gegen einen Ilmenauer Spieler pariert, sondern über das ganze Turnier eine bärenstarke Leistung gebracht. Das konnte man leider nicht von allen seiner Mitspieler sagen. Schon im Auftaktspiel ihrer Gruppe leisteten sich die Gothaer eine unnötige Niederlage gegen Carl-Zeiss Jena. Zunächst hatte Niklas Beese per Freistoß die frühe Führung des Profi-Nachwuchses egalisiert. Ein unnötiger Ballverlust auf der rechten Seite leitete dann aber die Niederlage ein. Im zweiten Gruppenspiel gegen Gera-Lusan waren die Wackeren dann klar spielbestimmend, verstanden es aber nicht ein Tor zu erzielen. So drohte ein Verpassen des erklärten Ziels Halbfinale. Da die Mühlhäuser zwar gegen Jena hoch verloren hatten, aber gegen Lusan siegen konnten, musste Gotha gegen den letzten Gegner unbedingt  gewinnen. Die Wackeren begannen engagiert, aber irgendwie war auch in diesem Spiel der Wurm drin. Dann aber setzte Thomas Fischer auf der rechten Seite Marius Fiedler in Szene, der zog zum Tor, scheiterte zunächst , konnte dann aber noch Maurice Mahn bedienen, der zum 1:0 traf. In den letzten Minuten gerieten die Wacker-Jungs noch mal mächtig unter Druck. Der souveräne Michael Voigt und der  kampfstarke Gregor Kandetzki blockten aber alle Angriffe der Mühlhäuser ab.

Vor dem Halbfinale gegen den großen Favoriten Rot-Weiß Erfurt schwante den mitgereisten Eltern und Großeltern nichts Gutes. Zu souverän waren die Jungs aus der Landeshauptstadt durch ihre Vorrundengruppe marschiert. Doch mit einem taktischen Schachzug legte Gothas Trainer Lars Bethmann das gefürchtete Angriffsspiel der Rot-Weißen lahm. Der unermüdlich rackernde Danny Apel wurde auf Erfurts Mittelfeldmotor Ilia Gruev angesetzt und er schaltete diesen Schlüsselspieler nahezu komplett aus. Trotz klaren Vorteilen beim Ballbesitz konnten sich die Rot-Weißen keine zwingende Chance erspielen. Auf der Gegenseite hatte schon nach einer Minute Samuel Dewart die Führung auf dem Fuß, doch sein Schuß konnte noch von einem Erfurter Verteidiger vor der Linie geklärt werden. In der Schlußsekunde wurde dann Franz Fiedler zurückgepfiffen, nachdem er den Erfurter Torwart schon umspielt hatte. Im Neunmeterschießen trafen dann die ersten vier Erfurter Schützen. Da Florian Kehbel und  Samuel Dewart am Torwart scheiterten, zogen die Erfurter ins Finale ein. Den Gothaern blieb eine gute Viertelstunde um die Niederlage zu verdauen, dann folgte das Spiel um Platz drei gegen Ilmenau. Chancen gab es auf beiden Seiten, Tore fielen keine und so blieb es am Ende beim leistungsgerechten 0:0 Unentschieden. Im Neunmeterschießen hieß es zunächst Vorteil Gotha, nachdem Michael Voigt gegen einen Ilmenauer Schützen parieren konnte. Marius Fiedler, Maurice Mahn und Björn Hädicke verwandelten sicher. Dann zielten Danny Apel und eben Michael Voigt schlecht und am Ende jubelten die Ilmenauer, die in der ganzen Endrunde lediglich einen Sieg und ein Unentschieden erzielten, über ihren glücklichen dritten Platz. Neuer Landesmeister wurde Erfurt das Jena im Finale mit 1:0 bezwang.

Bei der Landesmeisterschaft in Rudolstadt am Ball waren: Michael Voigt - Florian Kehbel, Thomas Fischer, Marius Fiedler - Niklas Beese, Gregor Kandetzki, Franz Fiedler, Björn Hädicke - Maurice Mahn, Samuel Dewart, Danny Apel


Quelle:FSV Wacker 03 Gotha