Gesucht wird die Vier in Thüringen

Torsten Graf, 16.09.2011

Gesucht wird die Vier in Thüringen

Wacker Gotha empfängt schon am morgigen Samstag im Volkspark-Stadion den 1. FC Gera. Nach dem Rückzug von Borea Dresden kann Gotha freier aufspielen, um das Prestige-Duell zu gewinnen.

Gotha. Entspannt wie noch nie zuvor geht der FSV Wacker 03 Gotha in ein Heimspiel in der Fußball-Oberliga. Denn egal auf welchem Tabellenplatz die Wackeren am Ende der Saison stehen werden - nach dem Rückzug von Borea Dresden ist der Klassenerhalt so gut wie gesichert. Der Fokus kann beim finanziell angeschlagenen Verein jetzt verstärkt auf eine Neuausrichtung gelegt werden, damit es nicht wieder so kommt, wie vor der jetzigen Saison.

Doch schon allein aus Prestigegründen sollte das Spiel gegen Aufsteiger 1. FC Gera (Samstag 13.30 Uhr) alles andere als ein Kick um die goldene Ananas werden. Gesucht wird hinter Erfurt, Jena und Meuselwitz die Nummer Vier im Thüringer Fußball. Zudem wollen sich die Gothaer nicht mit dem letzten Tabellenplatz begnügen. Fakt ist: Gerade gegen die kommenden Gegner aus Gera, Luckenwalde und Halle muss gepunktet werden. Wacker-Präsident Holger Gabe erwartet gegen den Thüringenmeister der Vorsaison ein Duell auf Augenhöhe und fordert den ersten Heimsieg: "Gegen Gera muss gepunktet werden. Nach den guten ersten vier Saisonspielen wissen wir dann auch, wo wir als Mannschaft stehen", so Gabe, der die Geraer in ihrem Heimspiel vergangenen Samstag gegen den VfB Auerbach beobachtet hat.

Dort überraschten die Ostthüringer zunächst gegen den Aufstiegsaspiranten aus Auerbach und führten zur Halbzeit mit 2:0. Im zweiten Abschnitt setzte sich dann die Klasse der Gäste durch, die das Spiel drehten und mit 4:2 für sich entschieden. Dort offenbarte sich auch die eine oder andere Abwehrschwäche der Geraer. Dennoch warnt Gabe vor den morgigen Gegner: "Gera hat zwei bis drei tolle Einzelspieler", die der Mannschaft von Holger Bühner Probleme bereiten könnten. Einen Saisonsieg konnten die Geraer bisher einfahren, beim 2:1 gegen Fortuna Chemnitz. Alle anderen Spiele gingen verloren.

Bis auf Danny Wochnik, der noch an einer Rippenprellung leidet, kann Wacker-Trainer Holger Bühner morgen aus dem Vollen schöpfen. Die beiden Schweizer Neuzugänge Willie Kudese und Gilbert Brobbey werden derzeit noch in die Mannschaft integriert und zunächst auf der Bank sitzen.

 

Sascha Richter / 16.09.11 / TA

Quelle:http://www.thueringer-allgemeine.de