Gelassen an die Saale
Torsten Graf, 30.09.2011
Fußball-Oberliga: Wacker 03 Gotha will guten Trend beim VfL Halle fortsetzen
Gotha/Halle. "Beim Tabellenletzten kann man nur verlieren", sagt Wacker Gothas Präsident Holger Gabe mit heiterer Stimme. Rein sportlich gesehen kann dem FSV Wacker 03 Gotha derzeit zum Lachen zumute sein. Mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen weisen die Gothaer eine ausgeglichene Bilanz in der Oberliga auf. Im Auswärtsspiel beim VfL Halle am Sonntag um 13.30 Uhr soll der dritte Sieg her.
"Wenn wir an die Leistung der vergangenen Wochen anknüpfen, haben wir eine große Chance zu gewinnen. Wir können ohne Druck aufspielen", sagt Gabe optimistisch. Druck haben dagegen die Gastgeber. Zwar können die sieglosen Hallenser nach dem Rückzug von Borea Dresden faktisch nicht mehr absteigen, doch mit einem mageren Pünktchen aus sechs Spielen und nach der vergangenen 1:6-Klatsche gegen Erzgebirge Aue II steht der Verein mit dem Rücken zur Wand.
Zuletzt fragte eine sachsen-anhaltinische Zeitung laut, ob Trainer Thomas Diedrich noch der Richtige für den Job sei. Dieser gab sich in einem Interview kämpferisch und will gegen Gotha den ersten Saisonsieg einfahren. Ein Achtungszeichen konnte der VfL Halle trotz Pleiten in der Liga schon von sich geben. Im Landespokal Sachsen-Anhalts besiegte Halle mit Germania Halberstadt den Oberligameister der Vorsaison.
Kein gute Erinnerung haben die Wackeren an ihren letzten Auftritt in der Saalestadt. Im Mai kassierte das Team von Trainer Holger Bühner eine unglückliche 0:3-Niederlage. "Das war so ein Tag, wo wir alles probiert haben und nichts geklappt hat", sagt Gabe, der auch an das Hinspiel im Volkspark-Stadion erinnert, wo "wir überlegen waren und das Spiel souverän mit 4:1 für uns entschieden haben."
Verzichten muss Trainer Holger Bühner am Sonntagnachmittag auf Christian Hatzky, der gegen Luckenwalde eine völlig unnötige gelb-rote Karte sah. Wieder an Bord ist dagegen Innenverteidiger Bastian Bischof, der gegen Luckenwalde aus beruflichen Gründen verhindert war und wieder für mehr Stabilität in der Defensive sorgen dürfte.
Von Sascha Richter
Quelle:TLZ