Thüringen Jena geht in die nächste Instanz

Torsten Graf, 27.10.2011

Thüringen Jena geht in die nächste Instanz

Jena. Die Fußballer des FC Thüringen Jena geben sich mit dem Nein des Sportgerichtes des Thüringer Fußball-Verbandes beim Urteil zur Wertung des Pokalspiels gegen Wacker Gotha nicht zufrieden. Wie Peter Höfer, Co-Trainer bei Thüringen Jena, gestern erklärte, wird der Verein die Möglichkeit der Berufung in Anspruch nehmen.

Ausschlaggebend sei das Votum der Vorstandsmitglieder gewesen. Von den sieben gewählten Personen hätte sich die Mehrheit für den Schritt zur nächsthöheren Instanz, zum Verbandgericht entschieden. "Es war aber kein zu-Null-Entscheidung. Es gab auch Leute, die dagegen waren", machte Höfer klar.

Das Verbandsgericht des Thüringer Fußball-Verbandes tagt am 3. November in Oberhof. Da das Viertelfinalspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt am 12. November angesetzt ist, herrscht bei allen Beteiligten Terminnot.

Die Jenaer geben sich nicht mit der Begründung des Urteils in der ersten Instanz zufrieden. Höfer: "Wenn von einem Schiedsrichter-Verstoß gesprochen wird, dürfen wir nicht auf den Kosten sitzen bleiben." Die Kosten für das erste Verfahren sollen sich laut OTZ-Recherche auf etwa 250 Euro belaufen.

Höfer, der ein Fachmann in Rechtsfragen ist und schon im Rechtsstreit in der Ausscheidungsrunde gegen den FC Gebesee erfolgreich für den Verein in der zweiten Runde das Recht einklagte, kennt die Spielregeln. Sollte der FC Thüringen auch in der nächsten Runde kein Recht bekommen, muss der Verein noch mehr Euro löhnen. Per Fax wird der Verein bis heute, 18 Uhr die Verantwortlichen des Thüringer Fußball-Verbandes informieren. Parallel wird auf dem Postweg die Begründung nachgereicht.

Hauptpunkt des Streites waren die nicht vorhandenen Spielerpässe der Gothaer zum Spiel in Jena. Im Urteil des Sportgerichtes hieß es, dass der Kläger, FC Thüringen Jena, nicht ausreichend beweisen konnte, ob die Pässe vorhanden waren oder nicht.

Jens Henning / 27.10.11 / OTZ

Quelle:OTZ