Harte Strafe für Gothas Spieler Habichhorst

Torsten Graf, 05.12.2011

Harte Strafe für Gothas Spieler Habichhorst

Wacker Gothas Abwehrspieler Michael Habichhorst ist vom Sportgericht des Thüringer Fußballverbandes bis zum 12. Mai 2012 gesperrt worden. Das entspricht einer Sperre von insgesamt 15 Oberliga-Spielen. Der 27-Jährige hatte bereits am vergangenen Wochenende gegen Auerbach (3:0) pausiert.

Habichhorst hatte im Landespokal gegen Rot-Weiß Erfurt (1:3) dem Schiedsrichter einen Kopfstoß in die Magengegend verpasst. Ausgangspunkt für den Aussetzer war ein Foul des Gothaers in der 64. Minute. Als ihm der Schiedsrichter dafür die Gelb-Rote Karte zeigen wollte, nahm Habichhorst den Kopf herunter und machte einen kleinen Satz nach vorn. Die entsprechende Szene war auch von MDR-Kameras eingefangen worden und diente vor Gericht als Beweismittel. Der vorsitzende Richter würdigte bei Habichhorst das für einen Abwehrspieler kleine Strafenregister, wertete seine Aktion aber dennoch als absichtliche Tätlichkeit und ging auch über die in der TFV-Spielordnung vorgesehene Mindesstrafe für Tätlichkeiten gegen Schiris (13 Spiele) hinaus.

Gotha geht wohl in Berufung

Wacker Gothas Vize-Präsident Thomas Fiedler war mit dem Urteil überhaupt nicht zufrieden, wollte dem Sportgericht aber keine Vorwürfe machen. "Nach den Vorkommnissen mit Dynamo, Rostock und Schiedsrichter Rafati hat das Gericht unter enormem Druck gestanden", sagte Fiedler dem MDR. Entscheidend sei wohl die Aussage des Schiedsrichters gewesen. "Er hat vor Gericht ausgesagt, er habe einen Schmerz gespürt und bewertet die Aktion als vorsätzlich." Trotzdem habe er das Spiel fortgeführt, obwohl er es bei einer Tätlichkeit hätte abbrechen müssen, bemerkte Fiedler. "Wir glauben aber unserem Spieler und bleiben dabei: Es war eine Affekthandlung, und er wollte den Schiri nicht verletzen. Wir werden höchstwahrscheinlich in Berufung gehen."


Quelle:http://www.mdr.de