Wacker Gotha am Freitag in Leipzig

Torsten Graf, 30.03.2012

Wacker Gotha am Freitag in Leipzig

Beim Gastspiel von Fußball-Oberligist Wacker Gotha am Freitag in Leipzig hofft Trainer Holger Bühner auf einen couragierten Auftritt.

Gotha. Es gibt sicher einfachere Aufgaben zum Freitagabend als ein Gastspiel beim Aufstiegskandidaten Lok Leipzig. Doch für Wacker Gotha gilt es nun, diese knifflige Aufgabe zu meistern (19 Uhr).

"Wir wollen ein achtbares Ergebnis erreichen und das Gesicht wahren", umreißt Holger Bühner das Vorhaben in der Messestadt. Der Trainer ist Realist. Obwohl Leipzig in der Hinrunde einige Male unter seinen Möglichkeiten spielte, hat sich das Team unter dem neuen Trainer Willi Kronhardt nun wieder an die vorderen Plätze herangearbeitet und liegt mit sechs Punkten Rückstand zum Zweiten Rot-Weiß Erfurt II auf Rang fünf. Zuletzt gelang ein deutlicher 3:0-Erfolg in Luckenwalde, jener Mannschaft, bei der die Gothaer zuvor mit 0:5 untergegangen waren.

Lok beobachtete die Gothaer in diesem Spiel, was sie dort gesehen hatten, dürfte kaum erschreckt haben. Auch das Hinspiel bei Wacker endete mit 5:0 für die Sachsen deutlich. "Wie wir uns dort verkaufen, ist auch eine Charakterfrage", sagt Bühner, der hofft, dass seine Schützlinge das Spiel "als Höhepunkt sehen und sich dementsprechend reinknien."

Genau dies geschah dem Trainer zuletzt zu selten. Zwar gewann die Elf am vergangenen Wochenende gegen Halle 2:0. Überzeugend war der Sieg aber nicht. "Momentan sind zu viele Spieler mit sich selbst beschäftigt", sagt Bühner, der auf den krankgeschriebenen Stürmer Torsten Klaus verzichten muss. Für ihn wird wieder Tobias Meisel auf dem Feld stehen. Vom Angreifer der Zweiten, der gegen Halle das 1:0 erzielte, ist Bühner angetan. "Er ist ein Vorbild für alle, was den Einsatz angeht. Ihn kann man um vier Uhr morgens anrufen, er steht immer parat", lobt er Meisel, der normalerweise in der Regionalklasse auf Torejagd geht.

Ansonsten wird sich am Kader nicht viel ändern, die Bank wird mit A-Junioren aufgefüllt. Die Alternativen sind rar, auch, weil sich die Verletztenliste kaum lichtet. Sascha Strauß, der schon lange an einer Schambeinentzündung leidet, ist nun für weitere vier Wochen krankgeschrieben. Ob er in dieser Spielzeit überhaupt noch einmal zum Einsatz kommt, ist unklar. Einzig Michael Habichhorst, dessen Sperre verkürzt wurde (TA berichtete), rückt nach dem Leipzig-Spiel wieder ins Team.

Am Freitag muss die Mannschaft aber noch einmal ohne ihn auskommen. Bühner packt sein Team an der Ehre. "Wir wollen uns nicht abschiessen lassen." Garantieren kann er es allerdings nicht.


Thomas Rudolph / 29.03.12 / TA


Quelle:http://www.thueringer-allgemeine.de