Muttertag im Stadion
Torsten Graf, 11.05.2012
Fußball und Muttertag? Was für viele auf den ersten Blick schwer zusammenpassen mag, wird von Fußball-Oberligist Wacker 03 Gotha einfach passend gemacht. Denn wenn Wacker Gotha am Sonntag um 13.30 Uhr im Volkspark-Stadion den Chemnitzer FC II zum letzten Heimspiel der Saison empfängt, haben alle Frauen - nicht nur Mütter - freien Eintritt. Und mehr noch: "In der Halbzeitpause wird es für alle Zuschauerinnen eine Überraschung geben", verspricht der Vizepräsident des Vereins, Thomas Fiedler.
Nicht nur bei den Zuschauerinnen will sich Wacker Gotha von seiner besten Seite zeigen, sondern auch sportlich für einen versöhnlichen Abschluss einer Saison, in der es mehr Tief- als Höhepunkte gab, sorgen. Zwar machen die Verantwortlichen keinen Hehl daraus, dass die Saison so gut wie abgehakt ist und das kommende Spieljahr im Fokus steht, doch soll das gegen starke Chemnitzer kein Grund sein, den Kopf vorzeitig in den Sand zu stecken.
"Den Leuten im Umfeld, die auch in einem schlechten Jahr zu uns gestanden haben, wollen wir noch einmal ein vernünftiges Heimspiel zeigen", sagt Trainer Holger Bühner, der vor dem Duell gegen den Chemnitzer FC II von einer "Riesenaufgabe" spricht. Eigentlich ist alles wie in den vergangenen Spielen auch. Wacker steht mit den paar Spielern, die noch übrig geblieben sind auf dem Platz und versucht sein Bestes. Diesmal sind darunter der wiedergenesene Tobias Meisel und erneut ein paar A-Junioren, ausfalllen werden dagegen Michael Habichhorst und Bastian Bischof, der an einem Meniskuseinriss leidet und erst kommende Saison wieder zum Einsatz kommt.
Gegenüber steht eine intakte Oberligamannschaft, die den Wackeren in puncto Breite des Kaders und spielerischer Qualität um einiges voraus ist, und wahrscheinlich momentan auch mehr Selbstvertrauen besitzt. So war es bei den meisten Rückrundengegnern und so dürfte es auch bei der Chemnitz-Reserve sein, die nach drei Erfolgen in Serie - Höhepunkt war das 8:1 gegen Piesteritz - vor Selbstbewusstsein nur so strotzen wird.
Auch wenn Gotha als Außenseiter ins letzte Heimspiel geht, fordert Vize Thomas Fiedler von seinen elf Mann nochmal vollen Einsatz: "Ich denke, die Spieler wissen worum es geht."
Schließlich geht es nicht nur um den Ruf des Vereins und die Weichenstellung für die nächste Saison, sondern auch darum, zum Muttertag den Zuschauerinnen eine ordentliche Figur abzugeben.
Von Sascha Richter
Quelle:TLZ