Elf der Stunde im Volkspark zu Gast
Torsten Graf, 14.09.2012
Womöglich werden sich die Fußballer vom VfL Halle derzeit selbst die Augen reiben, wenn sie auf die Tabelle der Oberliga Süd schauen. Waren die Hallenser in der abgelaufenen Saison das Schlusslicht und konnten sich die Spielzeit davor gerade so vor dem Abstieg retten, so stehen sie jetzt nach drei Spieltagen mit sieben Punkten auf dem zweiten Platz.
Am Sonntag um 13.30 Uhr hat die Elf von Wacker Gotha jene vor Selbstbewusstsein strotzende Mannschaft vom VfL Halle im Volkspark-Stadion zu Gast. Von der plötzlichen Stärke des Gegners sind auch Wacker-Trainer Holger Bühner und der sportliche Leiter Steven Hoppert überrascht: "Sie haben gegen Markranstädt gepunktet, das ist ein Riesenachtungserfolg. Gegen Piesteritz haben sie in der Nachspielzeit zwei Tore erzielt. Es ist eine sehr spielstarke Mannschaft", sagt Hoppert. Zudem gab es am vergangenen Spieltag einen 1:0-Erfolg gegen die stark einzuschätzende Mannschaft von Dynamo Dresden II.
Dabei hat der VfL Halle bis auf die neuen Offensivspieler Georg Ströhl und Tobias Cramer noch dieselbe Mannschaft wie in der verkorksten Vorsaison. Halles Kapitän Stefan Karau suchte zuletzt in einem Interview eine Erklärung für das Zwischenhoch: "Im Team will wieder jeder. Es gibt Konkurrenzkampf, und alle Spieler geben schon im Training das Fünkchen mehr Einsatz."
Für die Wacker-Verantwortlichen ist die Devise klar: "Es ist ein Heimspiel, das wir um jeden Preis gewinnen wollen", sagt Hoppert und ergänzt, um das zu schaffen, müssten gegen diesen Gegner diesmal wirklich alle Spieler 100 Prozent abrufen. Warmgeschossen haben sich die Wackeren unter der Woche in einem Testspiel beim Kreisligisten Tabarzer SV, das anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Tabarzer Vereins ausgetragen wurde, mit einem 8:0-Erfolg.
Gute Erinnerungen für Wacker kommen indes bei den letzten beiden Duellen mit dem VfL Halle im Volkspark-Stadion auf. Im November 2010 siegte Gotha 4:1. Im März dieses Jahres gab es ein glückliches 2:0. Am Sonntag soll nun der dritte Sieg in Serie im eigenen Stadion her.
Von Sascha Richter
Quelle:TLZ