Raus aus dem Schlamassel!
Torsten Graf, 03.11.2012
"Wann, wenn nicht jetzt", werden sich Spieler, Verantwortliche und Anhänger des FSV Wacker 03 Gotha vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr im Volkspark-Stadion wohl sagen. Gegner Chemnitzer FC II hat sich bisher ebenso wenig mit Ruhm bekleckert wie der Tabellenletzte aus Gotha, und steht zwei Punkte vor den Wackeren auf Rang 13 der Tabelle. Die Chemnitzer Reserve wird ähnlich wie Dresden II mit einer jungen Truppe - die meisten Spieler kommen aus dem eigenen Leistungszentrum - auflaufen, eventuell gespickt mit einiger Verstärkung aus dem Drittligakader. Es braucht nicht erwähnt werden, dass es sich am Sonntag um ein richtungsweisendes Duell im Abstiegskampf handelt.
Für Wacker Gotha - seit fünf Spielen ohne Punkterfolg - scheint der Gegner momentan nur zweitrangig zu sein, ist der größte Gegner in dieser Zeit doch der eigene Kopf. Die Verkrampfung der Mannschaft, die Vereinspräsident Holger Gabe zuletzt gegenüber unserer Zeitung ansprach, zog sich in den vergangenen Spielen durch alle Mannschaftsteile. Das begann bei einer holprigen Abwehr, setzte sich mit einem planlosen Spielaufbau fort und mündete schließlich in einem harmlosen Angriffsspiel. Umso wichtiger wäre für Wacker gerade gegen einen Gegner wie Chemnitz der schon seit Wochen erhoffte Befreiungsschlag. Nach dem Motto "Hauptsache endlich wieder ein Erfolgserlebnis" reicht Präsident Holger Gabe ein "dreckiger Sieg". Denn, "ein spielerisches Besiegen des Gegners kann und will uns derzeit nicht gelingen", sagt er. Mit einem Erfolg gegen Chemnitz könnte Gotha nicht nur die angesprochene Kopfblockade lösen, sondern mit einem Schlag zugleich auch die Abstiegsränge verlassen.
Verzichten muss Wacker am Sonntag weiterhin auf die rotgesperrten Stephan Kubirske und Bastian Bischof. Kubirske, vom NOFV für drei Partien gesperrt, muss folglich noch zwei Partien absitzen. Härter bestraft wurde Bastian Bischof, der insgesamt fünf Partien aussetzen muss und somit erst wieder beim Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena II am 1. Dezember spielberechtigt ist.
Von Sascha Richter
Quelle:TLZ