A-Junioren : Spielbericht Verbandsliga St. 2, 3.ST (2015/2016)

SG WSG Zella-Mehlis   FSV Wacker 03 Gotha
SG WSG Zella-Mehlis 2 : 4 FSV Wacker 03 Gotha
(1 : 4)
A-Junioren   ::   Verbandsliga St. 2   ::   3.ST   ::   19.09.2015 (10:30 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Moritz Julius Zickler, Mergzim Krasniqi, Benedict Dalchow, Maximilian Fuchs

Assists

Frederic Büttner, Paul Schneider, Maximilian Fuchs

Gelbe Karten

Moritz Julius Zickler, Florian Henkelmann, Maximilian Fuchs

Zuschauer

20

Torfolge

0:1 (12.min) - Maximilian Fuchs per Weitschuss
0:2 (16.min) - Moritz Julius Zickler per Elfmeter
0:3 (33.min) - Mergzim Krasniqi (Maximilian Fuchs)
1:3 (37.min) - SG WSG Zella-Mehlis
1:4 (45.min) - Benedict Dalchow (Frederic Büttner)
2:4 (83.min) - SG WSG Zella-Mehlis

Dezidierter Dreier

Die zweite Auswärtsfahrt dieser Saison in der Meisterschaft führte uns heute in den Thüringer Wald nach Zella–Mehlis, zur dort ansässigen Spielgemeinschaft.
Bei anfänglich besten äußeren Bedingungen, sah man heute im Gegensatz zum letzten Spiel ein ganz anderes Gesicht unserer Mannschaft.
Von Beginn an bestimmten wir die Abläufe auf dem schönen großen Rasenplatz.
Wir waren in den Aktionen selbstsicher, hielten die Körperspannung hoch und kommunizierten rege.Es war von außen eindeutig zu sehen, wer hier was zeigen, wieder gutmachen und den ersten Dreier wollte.

Entsprechend frühzeitig, für unsere Verhältnisse, fiel das erste Tor durch Max Fuchs. Er sah das der Keeper der Gastgeber zu weit vor seinem Gehäuse stand und zog kurz hinter der Mittellinie auf der rechten Seite stehend, einfach mal ab und traf sehenswert.
Scheinbar war der Knoten jetzt geplatzt, denn nur vier Minuten später war Paul Schneider den gegnerischen Verteidigern enteilt, setzte seinen Körper so geschickt ein, das er den Ball behauptete und im Strafraum nur noch durch ein Foul vom Torabschluss abgehalten werden konnte.
Den fälligen Elfer verwandelte allerdings getreu der Regel nicht Paul selbst, sondern unser Kapitän Moritz Zickler, aber dafür souverän.

Danach scheiterten wir teilweise an uns selbst und ließen bestens heraus gespielte Möglichkeiten ungenutzt verstreichen. Dazu kam noch erschwerend die verletzungsbedingte frühzeitige Auswechselung von Lukas Bethmann.

Erst in der 33. Spielminute gelang es uns den Spielstand auf drei Tore auszubauen. Nach herrlicher Passkombination im Mittelfeld war es Max Fuchs, der den entscheidenden Pass in die Tiefe auf Mergzim Krasniqi (Schmidder) spielte. Schmidder konnte sich gegen die Innenverteidiger durchsetzen, dazu den Ball behaupten, behielt die Übersicht und erzielte so gekonnt das Tor.
Wenige Minuten später gelang den Gastgebern auf Einladung der Anschlusstreffer. Eingeleitet wurde er durch einen individuellen Fehler unsererseits. Es war sicher eine Mischung aus nachlassender Konzentration aufgrund des Spielstandes, Selbstzufriedenheit und dem nassem Geläuf. Fakt ist, dass dieser so niemals fallen darf!

Jedoch ließ die passende Antwort nicht lange auf sich warten und so konnten wir den alten Abstand noch vor der Halbzeitpause wiederherstellen.
Diesmal war es unser Keeper Frederic Egloff, der das vierte Tor einleitete. Und zwar hatte er mitspielender Weise einen zu langen Pass des Gegners im Halbfeld erlaufen und ihn gleich wieder umgekehrt scharf gemacht, indem er direkt und lang auf Benedict Dalchow weiterleitete.
Bene erfasste die Situation sehr schnell und hatte bereits Tempo aufgenommen. Ballan- und Mitnahme waren eins und so konnte er sich von der rechten Seite aus bis in den gegnerischen Strafraum den erforderlichen Vorsprung herausarbeiten. In der entscheidenden Situation behielt er noch die Übersicht und netzte abgeklärt ein.

Viel gab es diesmal nicht in der Pause zu besprechen. Wichtig: Bloß nicht nachlassen und Körperspannung hoch halten.

Doch der einsetzende Dauerregen schien diese wichtigen Punkte mit wegzuspülen. Einige evtl. vorentscheidende und klare Torchancen wurden zu leichtfertig, vielleicht auch aus nachlassender Konzentration zu einfach ausgelassen. Darunter allerdings auch sehenswerte Tore, welche unberechtigt dem Abseitspfiff zum Opfer fielen oder Pfostentreffer. So zum Beispiel durch Jonas Weise, der seinen Ehrentag auf ungewohnter Position verbringen durfte, dafür auf jener aber eine sehr gute Figur machte.
Leider waren es die Gastgeber, die nach mehreren geschenkten Standartsituationen den Anschluss- treffer herstellen durften, welcher aber gleichzeitig den Endstand bedeutete.
Negativ auch noch anzumerken vier völlig unnötige gelbe Karten in der Schlussviertelstunde.

Fazit: Ein mannschaftlich geschlossener Auftritt mit Gesicht. Eine Körpersprache und Fußball, der zumindest in der ersten Hälfte Lust und Spaß auf mehr macht. Weiter so und nicht nachlassen, denn schon im nächsten Spiel gegen die anderen Wackeren aus Nordthüringen wird das entscheidend sein!


Quelle: K. Hubold