1.Mannschaft : Spielbericht Thüringenliga, 21.ST (2007/2008)

FSV Wacker 03 Gotha   Schott Jena
FSV Wacker 03 Gotha 0 : 1 Schott Jena
(0 : 0)
1.Mannschaft   ::   Thüringenliga   ::   21.ST   ::   29.03.2008 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Rainer Behnke, Christian Ertmer, Steffen Scheidler, Daniel Bärwolf

Gelb-Rote Karten

Danny Spangenberg (85.Minute)

Rote Karten

Tobias Busse (64.Minute)

Zuschauer

224

Torfolge

0:1 (69.min) - Schott Jena per Kopfball

Feldverweise gegen Busse und Spangenberg

Im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga Thüringen wurde der Schiedsrichter mit seinen offenkundig eigenwilligen und gästefreundlichen Entscheidungen zum wichtigsten Akteur auf dem Platz. So meinte Schiri Köhler bei den im Strafraum „handballspielenden“ Jenaern in der 36. Minute, dass die Gäste regelgerecht gehandelt hatten, aber bei den Foulspiels an Torsten Staude (11.) und Benjamin Pufe (73.) sah er diese als Schwalben der gefoulten Spieler. Steffen Scheidler erhielt für gleiche Situation sogar gelb. Kunststück, der Schiedsrichter kam aus dem auch für die Jenaer „heimatlichen“ Fußballbezirk Ostthüringen ! Wie kann so ein Mann für dieses Spiel angesetzt werden ???
Aber wie auch immer, es war an diesem Nachmittag kein Gothaer Spieler in der Lage , die Gästeabwehr zu knacken. Die Glaswerker begannen sehr devensiv und suchten über schnelle Konter zum Erfolg zu kommen.Die Schützlinge von Holger Bühner dagegen hatten in ihren Reihen keinen so überragenden Dirigenten, der diese Partie hätte an sich reißen und ihr die Richtung hätte geben können. So warteten die 224 Zuschauer im Volksparkstadion vergeblich auf einen Treffer Ihrer Elf. Der fiel nach einem Eckball nach der Halbzeit dann zu diesem Zeitpunkt recht überraschend auf der eigenen Seite. Ein Fehler in der Gothaer Abwehr, die beim quer in den Strafraum geschlagenen Ball „schlief“, so dass der frei auf der rechten Seite stehende Torschütze Patrick Wunderling ungehindert den Ball per Kopf in die Maschen setzen konnte (69.).
Die Gastgeber versuchten anschliessend zwar das Blatt nochmal zu wenden, doch schlussendlich vom Schiri auf nur noch neun Mann reduziert, war da nichts mehr zu machen. Zuerst flog Busse nach Foulspiel am Jenaer Petzold vom Platz, welcher Ihm, als er sich selbst im Angriff befand, davoneilte, und er im hinterhersprinten erst kurz vor der Strafraumgrenze an den Mann kam, und Ihn von hinten umriss. Als letzter Spieler sah er dafür rot, aber wo war nur der Rest der Abwehr zu diesem Zeitpunkt?
Danach foulte, schon mit einer Verwarnung belastet, Danny Spangenberg einen Jenaer Gegenspieler. Schiedsrichter Sven Köhler (Tanna), nicht gerade gothafreundlich,sah das als verwarnungswürdig und es folgte hier ebenfalls der Spielausschluß (86./“Gelbrot“).In der Nachspielzeit gab es noch einen „Aufreger“. Bei einem Freistoß des diesmal nicht so überzeugend aufspielenden Rene Grabe, flog das Leder an der Jenaer Mauer vorbei und dem auf die Knie fallenden Torwart Just rutschte der Ball zwischen den Oberschenkeln durch, doch zu seinem Glück hielten die Hacken dicht.
Eine der wenigen aufregenden Spielsituationen, von denen die Gothaer weniger als die Hälfte aufzuweisen hatten. Nämlich dann, wenn der antrittsschnelle Steffen Scheidler seinen Gegenspielern davonlief und resolut aufs gegnerische Tor zog. Das passierte im Spiel leider nur zu wenig. (31., 68.). Mehrfach aber war Scheidler auf und davon gegangen, doch „wartete“ er beim Passspiel auf seine Sportkameraden stets zu lange, so dass er immer wieder eingeholt werden konnte. Daniel Bärwolf hingegen hatte stets gleich mehrere Gegenspieler um sich, so war es für ihn schwer sich freizuwühlen.
Daraus resultierten insgesamt zu wenige torgefährliche Situationen.
Der Sieg der Gäste war nicht ganz unverdient, obwohl eine Punkteteilung dem Spielverlauf mehr entsprochen hätte.
Die Jenaer hatten im Angriff mit Urbansky einen schussstarken Mann in ihren Reihen (30., 63.), einen antrittsschnellen Richter (40.) und einen schnell reagierenden Wunderling, der neben seinem Treffer Rainer Behnke zweimal zu tollen Reaktionen zwang (41., 83.).
Bleibt noch zu erwähnen, dass in der Halbzeit neben den Geburtstagsgrüssen für unseren langjährigen Sponsor" Hänser"Cott , auch Tony Braunschweig Richtung Bayern verabschiedet wurde, welcher , nachdem hier keine Arbeitsstelle für Ihn zu finden war, weiter südlich die Bedingungen für einen jungen und talentierten Fussballspieler wesentlich besser vorgefunden hat, und er dort eine Arbeitsstelle antreten kann.

R.H.