1.Mannschaft : Spielbericht Landesklasse St. 3, 3.ST (2020/2021)

FSV Wacker 03 Gotha   FC Steinb.-Hallenb.
FSV Wacker 03 Gotha 1 : 3 FC Steinb.-Hallenb.
(0 : 0)
1.Mannschaft   ::   Landesklasse St. 3   ::   3.ST   ::   26.09.2020 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Christian Hatzky

Gelbe Karten

Georgian-Armando Simin, Christian Hatzky

Gelb-Rote Karten

Franz Burkhardt (80.Minute)

Rote Karten

Georgian-Armando Simin (79.Minute)

Zuschauer

89

Torfolge

0:1 (47.min) - FC Steinb.-Hallenb.
0:2 (54.min) - FC Steinb.-Hallenb.
1:2 (66.min) - Christian Hatzky per Weitschuss
1:3 (89.min) - FC Steinb.-Hallenb.

Wacker Gotha verliert in doppelter Unterzahl

In den hitzigen Schlussminuten war es Gothas Präsident Thomas Fiedler höchstpersönlich, der Teile der Anhängerschaft zur Mäßigung aufrief und um Deeskalation bemüht war. Und auch wenn einige Sprüche des Wacker-Anhangs weit unter die Gürtellinie gingen – hier darf sich auch mancher Spieler der anwesenden Kreisliga-Zweiten hinterfragen – konnte man den Frust im Lager der Hausherren zumindest nachvollziehen.

Die Gothaer fühlten sich bei der 1:3-Niederlage durch Schiedsrichter Dennis Suchy verschaukelt. Nach einer souveränen Vorstellung im ersten Durchgang verhedderte sich der Unparteiische nach der Pause und entschied gefühlt ein wenig zu oft zu Ungunsten der Hausherren bei den entscheidenden Spielsituationen. So etwa beim Zwischenstand von 0:2, als Florian Serick im Strafraum schoss, der Ball deutlich mit der Hand abgewehrt wurde und der Strafstoß ausblieb (64.). Oder beim sich durch die Hektik aufbauschenden Gerangel in der 80. Minute, die mit Platzverweisen für Wackers Franz Burkhardt (Gelb-Rot) und Georgian-Armando Simin (Rot) endete, wohingegen der ebenfalls eine Tätlichkeit begehende Daniel Kirchner gänzlich ohne Verwarnung davonkam. Nicht zuletzt auch die Theatralik des ständigen Liegenbleibens einiger Gästespieler nach harmlosen Zweikämpfen sorgte dafür, dass sich die eigentlich gutklassige Partie vom eigentlichen Sinn des Sports zeitweise verabschiedete.

„Solche Tumulte tun einem auch als Trainer weh, wenn man das von außen sieht“, befand Steinbachs Trainer David Reich, der einen sehr glücklichen Sieg seiner Mannschaft sah. „Wirklich verdient war er nicht. Gotha war die bessere Mannschaft, aber wir haben die Punkte“, fasste er nüchtern zusammen und traf damit genau den Punkt.

Dies war auch der Vorwurf, den sich die Wacker-Elf gefallen lassen musste. Denn in der ersten Halbzeit, als das Fußballspielen im Vordergrund stand, bestimmte das Team von Trainer Lars Harnisch klar die Szenerie. Bis auf ein paar Konter-Ansätze der Gäste übten die Gastgeber permanenten Druck auf das Tor aus, gefielen mit schönen Kombinationen und Seitenwechseln. Einzig die Belohnung blieb aus. Denn alle Hochkaräter, und von denen gab es einige, wurden vergeben. Die beste Chance besaß Steffen Scheidler, dessen Flachschuss am Pfosten landete (27.).

Ein erster Treffer für Gotha schien nur eine Frage der Zeit, doch fiel dieser kurz nach dem Wechsel auf der anderen Seite. Per Konter hatten sich die Gäste durchgetankt, Robert Menz behielt vor Keeper Frederic Büttner die Ruhe und legte auf Oliver Nattermann ab, der zur überraschenden Führung traf (48.). Ein Wirkungstreffer durch Steinbach, dem kurz darauf ein zweiter folgte. Diesmal war Robert Teske durchgebrochen, profitierte von einer missglückten Abseitsfalle, spielte Doppelpass mit Menz – 0:2 (53.).

Der Doppelschlag brachte Wacker vom spielerischen Kurs ab. Statt Kombinationen bestimmten nun lange Bälle die Szenerie, die die sich steigernde Gästeabwehr gut abfing. Hoffnung keimte, als Christian Hatzky mit einer abgerutschten Flanke zum Anschluss traf (65.). Doch in der Folge litt das Spiel unter zu vielen Emotionen, die Suchy mit seinen fragwürdigen Entscheidungen befeuerte. Mit dem Doppel-Platzverweis war das Duell entschieden. Wacker stemmte sich zwar bravourös, brachte die sich einigelnden Steinbacher sogar in Bedrängnis. Klare Chancen blieben aber aus. Als Paul Endter spät einen Konter abschloss (89.), stand der Sieger fest.

 

Von Thomas Rudolph


Quelle: https://www.thueringer-allgemeine.de